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Newsletter 36

ERNTEZEIT

Zusammengestellt von Wiebke Kramp und Ina-Maria Küsel

Die Erntezeit ist eine der schönsten Zeiten im Jahr. Was monatelang gehegt und gepflegt wurde, Sonne und Regen brauchte, ist nun herangereift und bereit zum Ernten und Essen. Die Mühe hat sich gelohnt und man wird mit herrlich süßem Obst und frischem Gemüse überreich belohnt. Gott hält jedes Jahr seinen Segen für uns bereit und wir dürfen uns daran dankbar erfreuen. In diesem Newsletter können die Kinder lernen, dass das Obst und Gemüse im Laden nicht selbstverständlich ist, woher es kommt, wie es wächst und dass Gott uns damit Freude machen, aber auch unserem Körper damit Gutes tun möchte.

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1. Sinn und Religion

1.1 Gottes Im.Puls für Groß

„Nicht durch eine ihr selbst innewohnende Kraft bringt die Erde ihre Gaben hervor und vollzieht ihren Kreislauf um die Sonne, sondern die Hand Gottes leitet die Wandelsterne und hält sie auf ihrer himmlischen Bahn. Durch seine Kraft folgen Sommer und Winter, Saat und Ernte, Tag und Nacht einander in regelmäßigem Wechsel. Durch sein Wort gedeiht das Pflanzenreich, erscheinen die Blätter und blühen die Blumen. Alle Güter, die wir haben, jeder Sonnenstrahl und jeder Regenschauer, jeder Bissen Nahrung und jeder Augenblick des Lebens ist eine Gabe der Liebe.“

– Ellen G. White (1978): Das bessere Leben. Hamburg: Saatkorn-Verlag. S. 64

Heutzutage wollen die meisten Menschen gerne alles selber in die Hand nehmen und ihr Leben alleine steuern. Entscheidungen über Entscheidungen sind zu treffen – manch einen kann das überfordern und auch `mal in die Irre führen. Es tut gut zu wissen, dass unser himmlischer Vater ALLES in seinen Händen hält, auch unseren Alltag, unsere Sorgen, unsere Kinder. Wir dürfen uns jederzeit vertrauensvoll in seine guten Hände begeben und ihn immer darum bitten, sich um unsere Angelegenheiten zu kümmern, mögen sie auch noch so winzig erscheinen. Gott kümmert sich gerne darum und beschenkt uns gerne mit seinen „Gaben der Liebe“.

Die Erntezeit soll uns dies jedes Jahr veranschaulichen – Gott schenkte die Sonne, den Regen, den Wind, die Wärme, alles, damit Obst und Gemüse wachsen und gedeihen konnten. Der Bauer kann sich noch so bemühen, doch ohne Gottes Zutun gäbe es keine reiche Ernte. Gott kümmert sich wunderbar Jahr für Jahr um die Natur. Wieso sollte er es nicht genauso mit unserem persönlichen Leben Jahr für Jahr, Tag für Tag tun?

1.2 Gottes Im.Puls für Klein

Was der Mensch sät, wird er ernten (2. Korinther 9,6; Galater 6,7)

Man kann immer nur das ernten, was man auch gesät hat. Das gilt sowohl im realen als auch im übertragenen Sinne: „Wer da kärglich sät, der wird auch kärglich ernten; und wer da sät im Segen, der wird auch ernten im Segen“. (2. Korinther 9,6). Hier kannst du mit deinem Kind darauf eingehen, dass es das Verhalten, was es z. B. Freunden oder Geschwistern gegenüber zeigt, oftmals auch zurückbekommt. Ist es freundlich zu anderen und sagt nette Dinge, wird dies meist auch erwidert. Doch wenn dein Kind unfreundlich und launisch reagiert, wird es vermutlich eine ähnliche Antwort von seinem Gegenüber erhalten.

Ideen dazu:

  • Male mit deinem Kind ein schönes Bild oder backt etwas und bringt es einem Nachbarn oder Bekannten, der vielleicht einsam ist. Oder ihr helft jemandem etwas in Haus oder Garten. Dein Kind wird merken, dass es als Reaktion darauf keinen Spott oder ein grimmiges Gesicht bekommt, sondern pure Freude.
  • Sät in zwei Schälchen Kresse (im Drogeriemarkt inkl. Anleitung zu erhalten). In einem soll nur ganz wenig Saat sein, in dem anderen die empfohlene Menge. Klebt oder malt ein lachendes Gesicht an beide Schalen. Nach nur wenigen Tagen wird es die Ernte sehen. Wenn wir wenig Freundlichkeit säen, bekommen wir auch nur wenig Freundlichkeit zurück, säen wir viel, ernten wir auch viel.
  • Rollenspiel: Bitte dein Kind freundlich um etwas (es soll kommen, etwas helfen, …) und dann fordere das gleiche schroff von ihm. Wie hat es sich gefühlt? Was fand dein Kind besser? Wie war die Reaktion von deinem Kind? Ihr könnt die Rollen gerne auch tauschen, damit dein Kind auch versteht, was der eigene Tonfall und die Wortwahl für Auswirkungen haben.

Die Frucht vom Baum des Lebens

„In der Mitte zwischen ihrer Straße und dem Strom, von dieser und von jener Seite aus, [war] der Baum des Lebens, der zwölfmal Früchte trägt und jeden Monat seine Frucht gibt, jeweils eine; und die Blätter des Baumes dienen zur Heilung der Völker.” – Offb. 22,2

Die neue Erde wird ein gigantischer Ort sein für Klein und Groß. Sprich mit deinem Kind über die neue Erde, auf was es sich freut, was es dort machen möchte und was es Jesus unbedingt fragen möchte. Geht dann auf die herrlichen Früchte vom Baum des Lebens ein, die uns Leben schenken. Gott möchte auf der neuen Erde keinen Tod mehr, sondern möchte EWIG mit uns dort leben, weil er uns so sehr liebt.

Ideen dazu:

  • Kauft in einem Bastelgeschäft schöne Glitzer-Sticker, bunte Farben, schönes Regenbogenpapier, … und lass dein Kind überlegen, wie es sich die Frucht vom Baum des Lebens vorstellt. Gerne kann es auch die Kulisse darum herum noch malen, wenn es schon etwas größer ist.
  • Geh mit deinem Kind in einen Supermarkt, wo es eine große Obsttheke gibt, und kauft `mal ganz exotische Früchte. Dein Kind kann zu Hause kosten und weiter darüber nachdenken, wie wohl die Frucht vom Baum des Lebens aussehen oder schmecken könnte.
  • Was bedeutet „ewig“? Für uns Erwachsene schon schwer zu begreifen, doch für Kinder kaum vorstellbar. Binde das Ende eines abgewickelten Wollknäuels an einen Stift und lass dein Kind nun das komplette Knäuel aufrollen … das dauert ja ewig 🙂 und das ist nur ein Bruchteil davon.

Weitere Andachtsideen:

  • Dein Kind – ein kleiner Missionar. Wie kann es in seinem jungen Alter schon dem Herrn dienen?

„Da sprach er zu seinen Jüngern: Die Ernte ist groß, aber wenige sind der Arbeiter.“ – Mt. 9,37

  • Jesu Wiederkunft. Wenn Jesus wieder kommt, wie wird das sein? (Auferstehung der Toten, Kinder kommen wieder zu ihren Müttern, liebe Verstorbene wieder sehen können, Kronen, Engel, …)

„Lasset beides miteinander wachsen bis zur Ernte; und um der Ernte Zeit will ich zu den Schnittern sagen: Sammelt zuvor das Unkraut und bindet es in Bündel, dass man es verbrenne; aber den Weizen sammelt mir in meine Scheune.“ – Mt. 13,24-30

  • „Der Sämann“ (Markus 4, 1-20)

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2. Gefühl und Mitgefühl

2.1 Von und in der Natur Mitgefühl lernen

Die Kirsche braucht Sonne Damit eine Kirsche schön saftig und süß wird, braucht sie ganz besonders viel Sonne und Wärme. Dann wird sie herrlich rot und schmeckt uns besonders gut. Bekommt sie nicht genug Sonne ab, bleiben die Kirschen manchmal grün und schmecken sauer oder bleiben hart.

Plane mit deinem Kind etwas, wo es jemand anderem ganz bewusst eine Freude macht (vielleicht sogar jemandem, der sonst etwas mürrisch und hart ist oder der sauer auf dich sein könnte). Das Kind wird lernen, dass mit etwas Liebe und Wärme auch ein „hartes, saures“ Herz durch eine kleine Freude zuckersüß und weich werden kann.

2.1 Mitgefühl für die Natur fördern

Früchte reif werden lassen

Alles in der Natur braucht seine Zeit, um zu reifen und zu wachsen. Das Obst braucht seine Zeit und die warme Sonne, um schön süß zu werden und die schönen Farben zu entfalten. Der Mais wird mit der Zeit immer größer, saftiger und süßer und auch die Getreideähren brauchen Zeit, um schön golden zu werden. Es ist gut, wenn du mit deinem Kind darüber sprichst, damit es verstehen lernt, wieso man nicht voreilig das Obst, die Ähren, den Mais, … ernten oder gar „abrupfen“ sollte. Gott hat sich etwas dabei gedacht, er möchte uns beispielsweise mit dem herrlich süßen Obst Freude machen. Pflücken wir es zu früh, merken wir bald, dass es noch gar nicht schmeckt und neigen zu schnell dazu, es wegzuwerfen. Deshalb sollten wir versuchen unseren Kindern nahezubringen, dass wir Geduld mit Gottes Natur haben sollten.

Da Kinder natürlich noch nicht wissen können, wann etwas reif ist, könnte man mit seinem Kind einen unreifen Apfel oder eine noch nicht schwarze Brombeere pflücken und probieren lassen und etwas später dann die reife Frucht. So merkt es schnell, wie hart und sauer und wie süß und saftig ein und dieselbe Frucht mit der Zeit werden kann.

Den Tieren auch etwas gönnen

Gott denkt immer an all seine Geschöpfe, Menschen und Tiere. Die Erntezeit ist nicht nur für dich und mich ein Gaumenschmaus, auch die Tiere freuen sich über diese prächtige Zeit. Die Rehe essen gerne Wald- und Feldfrüchte und die Wildschweine erfreuen sich auch an den Nüssen, Pilzen und am Obst. Auf dem Speiseplan des Rotfuchses stehen sehr weit oben Beeren und Früchte. Lasst uns also beim Waldspaziergang, wo wir vielleicht Pilze sammeln oder am liebsten den Brombeerbusch leer naschen wollen, auch an unsere tierischen Freunde denken und ihnen etwas übrig lassen.

Man könnte mit seinem Kind bewusst einen Ernte-Spaziergang beispielsweise im Wald planen und vorher festlegen, dass man nur jede zweite Beere pflückt und den Rest den Tieren überlässt.

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3. Denken

3.1 Die Welt erkunden

Radieschen leben weiter

Du brauchst: (1) 1 Bund Radieschen, (2) 1 Messer, (3) 1 tiefer Teller, (4) Wasser

Und so geht`s:

1. Zwei Radieschen auf die Seite legen und bei einem davon das Blattgrün entfernen. Bei den restlichen Radieschen von oben eine ca. 2 cm dicke Scheibe abschneiden. In den tiefen Teller Wasser füllen und die abgeschnittenen Enden der Radieschen hineinstellen und darauf achten, dass das Blattgrün nicht im Wasser hängt.

2. Der Teller mit den Radieschen wird nun an ein Fenster gestellt und alle paar Tage das Wasser gewechselt. Die anderen zwei Radieschen werden daneben gelegt.

Beobachtung:

Bei den Radieschen im Teller werden die älteren Blätter welk, während die jungen Blätter weiter wachsen.

Die daneben gelegten Radieschen verändern sich unterschiedlich. Die mit Blattgrün werden schneller weich, als die Radieschen ohne Blattgrün.

Hintergrund:

Die Radieschen in den Tellern nehmen das Wasser auf. Zusätzlich wird durch Sonnenlicht die Photosynthese angeregt, so dass der Stoffwechsel wieder aktiv wird.

In den Radieschenscheiben sind noch genügend Nährstoffe vorhanden, um die jungen Blätter zu versorgen. Die älteren Blätter werden aber von den Radieschen nicht weiter versorgt und verwelken.

Sobald die Nährstoffe von den Radieschenscheiben aufgebraucht sind, wird auch das junge Blattgrün welk. Dies dauert ca. zwei Wochen.

Bei der Lagerung von Gemüse sollte daher das Blattgrün abgeschnitten werden, da sonst die Nährstoffe zur Erhaltung des Blattgrüns abgezogen werden und somit das Gemüse schneller verdirbt.

Dies wird auch an den zwei Radieschen, die am Stück daneben gelegt wurden, verdeutlicht.

Fazit:

Zum richtigen Wachsen brauchen die Radieschen nicht nur Wasser und Sonne, sondern auch die Nährstoffe aus dem Erdreich. Und sie sollten bestmöglich nicht beschädigt sein.

– Vgl. Vaas, Michaela: Radieschen leben weiter. URL: https://landeszentrum-bw.de/site/machsmahl/get/documents/MLR.LEL/PB5Documents/ernaehrung/pdf/k/Kapillarit%C3%A4t-V1-%20Radieschen.pdf [Stand:11.06.2019]

Warum hat ein Apfel eine Schale?

Du brauchst: (1) zwei Äpfel gleicher Sorte und Größe (am besten frisch vom Baum), (2) ein Brettchen, (3) ein Schälmesser, (4) eine Waage (idealerweise digital)

1. Beide Äpfel wiegen.

2. Einen Apfel schälen, einen so lassen.

3. Über 9 Tage im Wohnraum (nicht im dunklen, kühlen Keller) liegen lassen.

Ergebnis: Äußerlich sieht man deutlich, dass der geschälte Apfel an Größe einbüßt.

Warum braucht ein Apfel also eine Schale?

Die Schale schützt den Apfel insbesondere vor Austrocknung. Darüber hinaus schützt die Schale vor Schädlingen und sorgt dafür, dass das Fruchtfleisch nicht braun wird.

– Vgl. Schwefer, Debbie: Warum hat ein Apfel eine Schale? URL: https://www.nela-forscht.de/2012/10/17/warum-hat-ein-apfel-eine-schale/ [Stand:13.03.2019]

Weitere Ideen für Experimente:

https://www.schule-und-familie.de/experimente/experimente-mit-wasser/zitronenboot.html

3.2 Mathe be-greifen

Größenvergleich

Lege deinem Kind verschieden große Obst- oder Gemüsesorten vor, die alle etwa die gleiche Form haben (Größe: Blaubeere < Aprikose < Apfel < Pomelo < Wassermelone oder Länge: Stangenbohnen < Möhren < Gurke < Lauchstangen). Nun lass dein Kind überlegen, welches Obst/Gemüse größer oder länger ist als das andere. Dabei kann man wunderbar mit seinem Kind „größer als“ / „kleiner als“ und „am Größten“ / „am Kleinsten“ üben.

Visuelle Simultanerfassung

Was ist das?

Unter visueller Simultanerfassung versteht man die spezielle Leistung des Sehsystems, mehrere Dinge bezüglich ihrer Anzahl gleichzeitig, also auf einen Blick, erfassen zu können, d. h. ohne sie mit Blickbewegungen abzählen zu müssen. Diese Fähigkeit gilt als wichtige Voraussetzung für die Entwicklung des Mengenbegriffes, der wiederum eine fundamentale Grundlage darstellt für die Entwicklung des Zahlenverständnisses. Dies ist sehr bedeutsam für den Umgang mit Zahlen und das Erlernen des Rechnens.

– Vgl. Freiburger Blicklabor. Die visuelle Simultanerfassung. URL: https://www.legakids.net/eltern-lehrer/info-wissen/seitenblicke/visuelle-simultanerfassung/ [Stand:13.03.2019]

Übung dazu: Nimm einen leeren Eierkarton (6er- oder 10er-Packung) und lege z. B. die obere Reihe voll mit Aprikosen (oder was sonst die Erntezeit gerade in dieser Größe hergibt). Mache den Karton wieder zu und frage dein Kind, wie viele Aprikosen es gesehen hat. Eine Menge von bis zu fünf müsste dein Kind im Kindergartenalter auf einen Blick, ohne zählen zu müssen, simultan erfassen können (wenn noch nicht, ist das nicht dramatisch … bis zur Schule hat es ja noch Zeit :-)). Im Weiteren kann man im Eierkarton auch die Früchte anders sortieren und verschiedene Anzahlen ausprobieren. Je geordneter man die Früchte rein legt, desto leichter wird es deinem Kind auch fallen, die Anzahl sofort zu erkennen. Ist es ungeordnet, wird es schwieriger – probiere es aus! 🙂

Bildquelle: http://materialboerse.worksheetcrafter.com/material/eierschachteln-6er/ [Stand: 15.03.2019]

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4. Sprache

4.1 Buchstaben – der Schlüssel in eine andere Welt

Buchstaben wiederholen mit Bewegung

Vorbereitung:

  • Schneide aus orangenem Buntpapier Kürbisse aus.
  • Schreibe auf die Kürbisse die Buchstaben, die ihr wiederholen oder festigen wollt (ungefähr fünf verschiedene Buchstaben, diese können sich wiederholen).
  • Verteile die Kürbisse auf dem Boden. Der Abstand soll so gewählt sein, dass dein Kind von einem zum anderen springen kann.

Durchführung:

  • Du rufst einen Buchstaben und dein Kind muss auf den richtigen Kürbis springen.
  • Dein Kind springt von Kürbis zu Kürbis und ruft dabei den Buchstaben

4.2 Sprachspiele

Die Kartoffelernte (Fingerspiel)

Fünf Buben sind zum Acker gerannt, Kartoffeln buddeln mit fleißiger Hand.

(Alle fünf Finger zappeln und buddeln dann auf dem Boden.)

Der erste steckt den Spaten rein: Wie kann die Erde so hart nur sein?

(Daumen hoch halten und Spatenstich nachahmen)

Der zweite packt an beim Kartoffelstrauch, da rutscht er aus und fliegt auf den Bauch.

(zwei Finger zeigen, an etwas ziehen und dabei umfallen)

Der dritte, der hackt mit der Hacke schwer: ich finde keine Kartoffeln mehr.

(drei Finger zeigen, auf dem Boden hacken)

Der vierte ruft: Wir gehen nach Haus`, wir holen doch keine Kartoffeln `raus.

(vier Finger zeigen, die wegkrabbeln wollen)

Und der fünfte? Der kleine Mann, der gräbt und gräbt, schau den mal an.

(alle fünf Finger zeigen, auf dem Boden graben)

Der holt einen großen Korb herbei, da essen sie alle Kartoffelbrei.

(Mit beiden Händen so tun, als würde man in einem großen Topf rühren.)

Spielanleitung: Wiebke Kramp

– Heilpaedagogik-Info: Fingerspiel „Die Kartoffelernte“. URL: https://www.heilpaedagogik-info.de/fingerspiele/arbeit-gegenstaende/306-die-kartoffelernte.html [Stand: 13.03.2019]

4.3 Fremdsprache

Ein englisches Lied zum Thema Ernte mit Noten und Spielanleitung findet ihr hier unter der Kategorie „Activities by Season – Autumn“:

www.letsplaykidsmusic.com (It’s Harvest Time : Songs For the Harvest)

Warum nicht einmal ein einfaches englisches Tischgebet oder Tischlied sprechen bzw. singen?

„God is great, God is good. Let us thank him for our food. Amen.“

4.4 Kinderbücher

Hier zwei Buchempfehlungen einmal zum Thema „Obst“ und zum anderen zum Thema „Gemüse“. Sie sind gut geeignet zum Kennenlernen der verschiedenen Sorten von außen und innen:

Der Apfel (Autorin: Sybil Gräfin Schönfeld)

Durch spannende Effekte vermittelt die Bilderbuch-Reihe „Meyers kleine Kinderbibliothek“ erstes Sachwissen für Kinder ab 3 Jahren. Transparente Folien zeigen beim Umblättern das Innenleben von Dingen, machen Verdecktes sichtbar oder veranschaulichen Veränderungen. Der Band über die beliebte Obstsorte erklärt den kleinen Lesern, wie aus einem Apfelkern ein blühender Obstbaum wird und welche Farben und Sorten von Äpfeln es gibt. Außerdem werden noch viele andere Früchte aus der ganzen Welt vorgestellt.

Wie wachsen Obst und Gemüse? (Autorin: Hannah Watson)

Wie wächst aus einem Samenkorn eine reife Frucht? Sind Tomaten Obst oder Gemüse? Und wie sehen Guaven aus? Erfahre, wie und wo Obst und Gemüse wachsen und fülle mit über 160 Stickern ein Gewächshaus, einen Marktstand und einen Gemüsegarten mit gesunden Leckerbissen.

 

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5. Sinne

5.1 Musizieren

Tanzspiel

Das Thema „Vom Samenkorn bis zur Ähre“ könnt ihr einfach `mal nachtanzen bzw. -spielen.

Dazu ist folgendes Lied gut geeignet:

Es war ein kleines Samenkorn, die Erde deckt es zu;

die Luft war rau, der Wind blies kalt, da schlief’s in guter Ruh.

(Kinder legen sich auf den Boden und tun, als ob sie schlafen würden.)

Doch als die Sonne höher kam und auf die Erde sah,

da war das Samenkörnlein wach, die Frühlingszeit war da.

(Kinder wachen auf, bleiben aber sitzen, rekeln und strecken sich dabei.)

Bald drückte durch die Erde sich ein dünnes Stängelein.

Und gar nicht lang, da wuchsen dran zwei Blätter grün und klein.

(Kinder gehen langsam auf die Knie und strecken dazu die Arme als Blätter aus.)

Und Regen, Sonnenschein und Wind, die hüten es gar fein.

Wir laufen jeden Tag hinaus. Wie groß mag’s morgen sein.

(Kinder stehen auf und bewegen die Arme wie Blätter im Wind.)

Doch als es schon gewachsen war, da war sein Kopf so schwer.

Es brachte sich als Ähre dar, zu Gottes Lob und Ehr.

(Kinder lassen den Kopf sinken und formen die Arme über dem Kopf zur Ähre.)

Weise: mündlich überliefert aus dem Kindergarten Grabsleben

Strophe 1-3: mündlich überliefert aus dem Kindergarten Grabsleben

Strophe 4: Adelheid Otto

Spielanleitung: Ina-Maria Küsel

(Liederbuch: Kommt lasst uns fröhlich loben, Nr. 112, Union Verlag)

Rhythmus

Überlegt gemeinsam:

– Welche Früchte kann man zur Erntezeit vom Baum pflücken?

– Was können wir aus der Erde ernten?

– Was wächst über der Erde?

Immer wenn dein Kind eine Antwort gegeben hat, klatscht ihr die Silben des Gemüses, Obstes etc. abwechselnd mit den Händen oder auf den Schenkeln.

Beispiel:

Zwie-bel (in die Hände klatschen)

Zwie-bel (in die Hände klatschen) Kar-tof-fel (auf die Schenkel klatschen)

Zwie-bel (in die Hände klatschen) Kar-tof-fel (auf die Schenkel klatschen) Ka-rot-te (in die Hände klatschen)

Je mehr Silben das Wort hat, desto schneller wird geklatscht.

5.2 Erleben

Gartenzeit

Am allerbesten erlebt dein Kind die Erntezeit, wenn es natürlich selber etwas ernten darf. Wenn du selber einen Garten hast, lass dein Kind mit anpacken, denn nach getaner Arbeit schmeckt das Geerntete doppelt so gut.

Nicht jeder hat einen eigenen Garten, doch Möglichkeiten gibt es genug:

  • Geht in den Wald und sammelt dort Beeren oder zur richtigen Zeit Nüsse oder Pilze.
  • Geht auf eine Obstplantage oder ein Obstfeld und sammelt dort beispielsweise Erdbeeren oder Pflaumen.
  • Besucht einen Bauern und bittet ihn z. B. bei der Kartoffel- oder Maisernte zuschauen, vielleicht sogar daran teilnehmen zu dürfen.

Apfelsaft pressen

Immer wieder werden mobile Apfelpressen in Dörfern oder Städten angeboten, die frisch gepressten Apfelsaft vor Ort herstellen. Wenn ihr eigene Äpfel habt, die schon im Sommer erntereif sind (wie z. B. die Sorten Summerred oder Pirus) könnt ihr diese dort hinbringen und am Ende einen leckeren Apfelsaft mitnehmen. Solltet ihr keine eigenen Äpfel haben, gibt es vielleicht Freunde, Bekannte oder Nachbarn, die euch gerne welche mitgeben!

Maislabyrinth

Vielleicht habt ihr in eurer Umgebung ein Maislabyrinth, welches ihr besuchen könnt. Als Familienausflug könnt ihr dort nicht nur die großen Maispflanzen bewundern, sondern auch noch eure Orientierungsfähigkeit verbessern.

5.3 Wahrnehmen

Sehet und schmecket wie freundlich er ist 🙂

Hier können Sehen, Schmecken, Fühlen und Riechen zusammen erlebt werden. Gehe mit deinem Kind in den Supermarkt oder auf den Markt und zeige ihm die verschiedenen Obst- und Gemüsesorten oder auch Nusssorten. Erkläre den Unterschied und lass es einige Sorten von beiden Kategorien auswählen, die ihr mit nach Hause nehmt. Nun lass dein Kind alles ganz genau ertasten (hier kann man auch wunderbar dem Kind rau (Kiwi), glatt (Tomate), weich (Pfirsich), hart (Nüsse), … beibringen), lass es daran riechen und dann natürlich soll es endlich kosten dürfen. Es sollten die alltäglichen Sorten sein, um sie kennenzulernen, aber vielleicht auch ein paar exotische Sorten, um auch andere Länder dadurch kennenzulernen. Man könnte dann ein Spiel daraus machen, indem man dem Kind die Augen verbindet und es blind erfühlen, erriechen, erschmecken oder ertasten lässt, was es da vor sich hat.

Gemüse und Obst unterscheiden

Für etwas Fortgeschrittenere kann man auch das Kind zwischen Obst und Gemüse unterscheiden lassen. Stelle dafür zwei Kisten auf. Auf der einen steht „Obst“, auf der anderen „Gemüse“. Dann soll es die verschiedenen Sorten zuordnen und benennen. Hierfür gibt es auch wunderbares Material aus Stoff oder Holz, wenn man immer wieder damit arbeiten möchte, ohne jedesmal die Obst- und Gemüsetheke leer kaufen zu müssen. 🙂

Farben erlernen

Man kann anhand von Obst und Gemüse auch wunderbar die Farben erlernen. Auch hier kann man im Supermarkt oder auf dem Markt verschiedenste Früchte auswählen, die in der Gesamtheit so bunt wie möglich sind und dann mit dem Kind die Farben vor dem Naschen durchgehen. Ihr könnt auch einen Farbkreis auslegen und eure Früchte und das Gemüse auf die passende Farbe legen. Das ergibt ein tolles Bild!

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6. Körper

6.1 Ich bin aktiv!

Kartoffellauf

Vielleicht hast du dieses Spiel im Rahmen eines anderen Newsletters schon einmal in ähnlicher Form gespielt. Nutze diesmal die Zeit, um die positive Entwicklung deines Kindes erkennen zu können. Lobe es für seine Verbesserung und erinnere dein Kind daran, wie gut es jetzt die Kartoffel schon balancieren kann!

Du brauchst: (1) zwei Esslöffel, (2) zwei rohe Kartoffeln, (3) zwei leere Wassereimer oder ähnliches als Wendepunkt

Spielanleitung:

Es werden zwei Mannschaften gebildet.

In jeder Gruppe stellen sich nun die Mannschaftsmitglieder hintereinander auf.

Im Abstand von ca. 5 m (variabel) wird für jede Mannschaft ein umgedrehter leerer Eimer als zu umrundender Wendepunkt aufgestellt.

Nach dem Startsignal des Spielleiters starten die Vordersten der Mannschaft ihren Lauf. Jeder von ihnen hält einen Esslöffel in der Hand, auf dem eine Kartoffel liegt. Sie umrunden den Wendepunkt (den Eimer) ihrer Gruppe und kehren zurück zur Startlinie.

Dort übernimmt das nächste Mannschaftsmitglied den Kartoffellöffel und bricht zum Staffellauf auf. Fällt die Kartoffel herunter, muss der Spieler sie aufheben und zur Startlinie bzw. zum Wendepunkt zurückkehren. Zudem darf er die Kartoffel während des Laufes nicht festhalten.

Sieger ist die Mannschaft, deren Mitglieder als erstes einen kompletten Durchgang (jedes Mannschaftsmitglied hat einmal mit dem Kartoffellöffel den Wendepunkt umrundet) geschafft haben.

Dieses Spiel kann man auch wunderbar mit seinem Kind alleine spielen oder die Geschwister treten gegeneinander an. Dein Kind kann auch alleine um den Wendepunkt laufen, um Koordination zu lernen, sollte kein anderes Kind da sein.

– Welt der Kinderspiele: Kartoffellauf. URL: https://www.kinderspiele-welt.de/mannschaftsspiele/kartoffellauf.html [Stand:13.03.2019]

Paarfindung

  • Die Kinder sollen einen Kreis bilden.
  • Dann sollen alle die Augen schließen.
  • Der Spielleiter gibt jedem einen Gegenstand in die Hand, die hinter dem Rücken ist.
  • Nun sollen alle die Augen wieder öffnen und ihren Partner suchen (Rücken an Rücken fühlen, was der andere hat)
  • Sie müssen so lange den Partner wechseln, bis beide das gleiche haben und sich somit das Paar gefunden hat.

Gegenstände: Äpfel, Zwiebeln, Nüsse, Kiwis, Möhren, Kartoffeln, …

Hat man gerade nur ein Kind oder keine Freunde zur Hand, kann man in einer verdeckten Box auch sein Kind alleine die Paare finden lassen.

– Welt der Kinderspiele: Paarfindung. URL: https://www.kinderspiele-welt.de/fruehling/naturentdeckungsspiele.html [Stand:13.03.2019]

6.2 Ich kann das!

Schneiden üben

Der richtige Umgang mit dem Messer will gelernt sein. Vielleicht hast du das in einem anderen Newsletter schon einmal mit deinem Kind geübt und kannst darauf gespannt sein, wie es sich seitdem in dieser Fertigkeit entwickelt hat! Du könntest mit deinem Kind einen schönen Obstsalat zubereiten. Das ist gut für Anfänger, da es etliche weiche Obstsorten gibt, die leicht zu schneiden sind, wie z. B. Bananen, gereifte Birnen, Erdbeeren, Kiwis, … Dafür kann man sogar ein relativ stumpfes Kindermesser benutzen, bevor man dem Kind das Schneiden mit einem schärferen Messer beibringen möchte.

Feinmotorik trainieren (für ältere Kinder)

Lass dein Kind Heidelbeeren oder Johannisbeeren mit einer Nadel auf einen Faden fädeln. Es soll dabei darauf achten, dass es sich nicht piekt und die kleinen Beeren nicht mit den Fingern zerquetscht. Das ist gar nicht so einfach und erfordert Konzentration, doch zur Belohnung darf dein Kind seine Beerenkette naschen! 🙂

6.3 Ich bin kreativ!

Beerenkörbchen

Du brauchst: (1) Fingermal-Farbe in Beerentönen, braun und grün, (2) Papier

Und so geht`s:

  • Auf dem Papier einen großen runden, braunen Kreis malen (Sicht von oben auf den Korb) oder einen Korb von der Seite malen.
  • Nun darf das Kind in den verschiedensten Beerentönen mit dem Finger Abdrücke in bzw. auf den Korb machen, bis der Korb voll ist.
  • Zum Schluss mit grüner Farbe noch kleine Stiele daran malen und fertig ist der Beerenkorb. 🙂

Bildquelle: https://www.weiberhaushalt.de/tag/fruehling/

Weitere Bastelideen:

6.4 Ich halte mich gesund!

Beerentraum (Smoothie)

Zutaten für 3 Kinderportionen:

  • 1 reife Birne
  • 100 Gramm (g) Himbeeren, frisch oder tiefgefroren
  • 100 g Heidelbeeren, frisch oder tiefgefroren
  • 100 g Brombeeren oder Erdbeeren, frisch oder tiefgefroren
  • 200 Milliliter (ml) Kokosnussdrink (z. B. von alpro), ersatzweise Reisdrink, Haferdrink oder Kuhmilch

Zubereitung: Birne für kleinere Kinder besser schälen, ansonsten nur waschen und in größere Stücke schneiden. Frische Beeren verlesen, vorsichtig waschen bzw. gefrorene Beeren etwa 20 Minuten antauen lassen. Alle Zutaten im Mixer fein pürieren.

Extra-Tipp: Achte darauf, dass du weder Kokosmilch (aus dem fetthaltigen Fruchtfleisch reifer Kokosnüsse, das mit Wasser püriert wird) noch das inzwischen häufig angebotene Kokoswasser (aus dem Inneren unreifer Kokosnüsse) verwendest. Erstere ist sehr fett und kalorienhaltig und eignet sich eher zum Kochen. Letzteres schmeckt leicht säuerlich-süßlich und begeistert Kinder meist nicht. Kokosnussdrink ist mit Wasser verdünnte Kokosmilch ohne Zuckerzusatz, schmeckt lecker nach Kokos und hat nur 20 kcal pro 100 ml. Falls dein Kind bei Beerenkernchen streikt, streiche den Smoothie vor dem Servieren durch ein Sieb.

– Dr. Schmelz, Andrea: Tolle Smoothie-Rezepte für Kinder. URL: https://www.urbia.de/magazin/gesundheit/ernaehrung/tolle-smoothie-rezepte-fuer-kinder#absatz-2 [Stand: 13.03.2019]

Weitere Ideen:

Du bist, was du isst

Ist dein Kind schon älter und sehr wissbegierig, kann man dem Kind in wenigen Worten erklären, wie genial Gott einige Früchte von der Form her geschaffen hat, dass sie sogar einigen Organen, für die sie gut sind, ähnlich sehen. So kann man ein wenig auf den Bau des Körpers eingehen und für dein Kind ist es spannend zu sehen, dass einiges im oder am Körper dem Essen auf dem Teller ähnlich sieht.

– Ashatur: 14 Lebensmittel, die durch ihr Aussehen zeigen, wofür sie gut sind. URL: https://bewusst-vegan-froh.de/10-nahrungsmittel-die-wie-koerperteileorgane-aussehen-fuer-die-sie-gut-sind/ [Stand:13.03.2019]

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