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Newsletter 30

WINTER

Zusammengestellt von Miriam Cihak

Winter – endlich mit dem Schlitten fahren! Endlich Schneemänner bauen! Lichter in den Häusern und in den Gärten bestaunen. Strahlende Kinderaugen. Kalte Zeit und zugleich warme Zeit. Zeit zum Kuscheln, zum Lesen, zum Staunen, zum Nachdenken, zum Basteln, zum Experimentieren, zum Spielen. Gott schenkt uns diese Zeit – jedes Jahr neu. Auf Schritt und Tritt sehen wir seine Spuren, im Schnee, im Eis, unter Laubhaufen, in Baumhöhlen, am Vogelhäuschen vor unserem Fenster. Dieser Newsletter will dich dabei unterstützen, diese besondere Zeit im Jahr zu nutzen, um mit deinem Kind Inseln im Alltag zu gestalten, die besonders sind. Viel Freude dabei!

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1. Sinn und Religion

1.1 Gottes Im.Puls für Groß

SO WEISS WIE SCHNEE – Gott verwendet dieses wunderschöne winterliche Bild, um uns seine umfassende Vergebung und Erlösung zu verdeutlichen. Er selbst ist der EINZIGE, der in der Lage ist, uns aus dem buchstäblichen „Schmutz“ der Sünde zu ziehen und uns rein und heilig zu machen – weiß wie Schnee.

„So kommt denn und lasst uns miteinander rechten, spricht der HERR. Wenn eure Sünde auch blutrot ist, soll sie doch schneeweiß werden, und wenn sie rot ist wie Scharlach, soll sie doch wie Wolle werden.“ – Jesaja 1,18

Gott lädt dich ganz persönlich ein: „Komm zu mir. Ich möchte mit dir reden. Ich möchte, dass du erkennst und verstehst. Du darfst Fragen stellen. Ich werde antworten. Ich möchte, dass du begreifst, wie ich bin und was ich tue.“

  • Gott sucht die Auseinandersetzung.
  • Er fordert dich heraus. Mit allem Wohlwollen.

„Deine Sünde trennt dich von mir. Blutrot ist sie, rot wie Scharlach. Ja, du kannst dich anstrengen und bemühen, dich zu bessern. Du kannst Kosmetik betreiben, kannst so tun als ob. Aber das Problem lösen kannst du nicht. Jeder deiner Versuche wird mit der Erkenntnis enden, dass es immer noch nicht gut ist, nicht gut genug, nicht heilig genug, dass die Flecken bleiben.“

  • Durch die Sünde gibt es einen Graben zwischen Gott und uns, den wir niemals aus eigener Kraft überwinden können. Wir sind völlig verloren, weil wir die Verbindung zu unserem Lebensgeber unterbrochen und uns von ihm getrennt haben (vgl. Jesaja 59,1-2). Nur Gott kann diese Verbindung wiederherstellen.
  • Die Sünde klebt an uns und macht uns „schmutzig“.

Jesus sagt: „Aber ich – ich kann. Und wenn ich es tue, dann nicht nur ein wenig hier und ein wenig da. Ich schenke einen völligen Neubeginn. Aus blutrot wird schneeweiß. Es ist unwichtig, wie groß, wie schwer, wie schlimm es ist, was du getan hast. Das zählt nicht. Was zählt, ist mein Opfer am Kreuz von Golgatha. Du bist frei. Ich habe getragen, was du hättest tragen müssen. Ich habe bezahlt, alles bezahlt. Es ist, als hättest du nie gesündigt. Was immer du getan hast, es ist gelöscht, für immer.“

  • Gott ist treu und gerecht, dass er uns die Sünde vergibt (1. Johannes 1,8-9). Hier steht nicht: „Gott ist lieb und nett, deshalb verzeiht er uns.“ Nein, Gott vereint Liebe und Gerechtigkeit in sich. Der göttliche Zorn auf alles Böse traf Jesus am Kreuz. Du bist frei.
  • Auch in deiner herausfordernden Aufgabe, Alltag sinnvoll zu gestalten, deine Kinder zu erziehen und ihnen Vorbild zu sein, schenkt Gott dir seine Vergebung. Er löscht. Er trägt nicht nach. Er heilt. Er verbindet. Er schenkt Neubeginn.
  • Jesus hat mit dir getauscht. Durch IHN stehst du vor Gott, als hättest du nie gesündigt. Möge der Anblick von Schnee dich immer daran erinnern, dass Gottes Vergebung größer ist als jede Schuld und er dir restlos vergibt, wenn du nur mit Reue im Herzen zu ihm kommst und ihn darum bittest.

1.2 Gottes Im.Puls für Klein

Lasst euer Licht leuchten

Der Winter ist die dunkle kalte Zeit im Jahr. Die Tage sind kurz, deshalb ist Licht im Winter ganz besonders wichtig. Viele Menschen stellen kleine Lichter auf oder dekorieren ihre Häuser und Gärten, weil sie sich jetzt Licht wünschen. Auch Jesus spricht immer wieder über das Licht. Er sagt zum Beispiel, dass wir das Licht der Welt sind.

  • Geht durch eure Wohnung/euer Haus und sucht Lichtquellen. Wo sind sie? Was beleuchten sie? In welchem Raum gibt es die meisten Leuchten? Warum?
  • Lest miteinander Matthäus 5,14.16: „Ihr seid das Licht der Welt. Es kann die Stadt, die auf einem Berge liegt, nicht verborgen sein. Man zündet auch nicht ein Licht an und setzt es unter einen Scheffel, sondern auf einen Leuchter; so leuchtet es allen, die im Hause sind. So lasst euer Licht leuchten vor den Leuten, damit sie eure guten Werke sehen und euren Vater im Himmel preisen.“
  • Wie ist es in der Dunkelheit, wenn kein Licht da ist?
    • Man sieht nichts.
    • Man findet nichts.
    • Man verirrt sich.
    • Man tut sich weh.
    • Man ist hilflos.

Versucht, in einem völlig dunklen Raum (Keller, Rollladenverdunkelung, Abend, …) eine einfache Tätigkeit durchzuführen (z. B. Kleidung auswählen, anziehen, Wasser trinken, Bild malen, …).

→ Wir brauchen also Licht, um zu sehen.

  • Was meint denn Jesus, wenn er sagt, dass wir das Licht der Welt sind?
    • Licht hilft sich im Dunkeln zu orientieren.
    • Was leuchtet, wird gesehen. Man sieht es sogar von weitem!

Mit einer kleinen Lichtquelle (z. B. batteriebetriebenes Teelicht oder auch Taschenlampe) ausprobieren, wie weit man im Dunkeln weggehen kann und immer noch gesehen wird.

  • Das Licht soll nicht unter einen Scheffel gestellt werden. (Scheffel = altes Hohlmaß für Korn, in der Regel ein Gefäß aus Holz)
    • Was bedeutet das? Nicht verstecken, keine Angst haben, nicht schämen, nicht ungenutzt lassen …
    • Stellt ein kleines Teelicht (ev. batteriebetrieben) in einem dunklen Raum unter einen Topf und beobachtet, wie viel Licht zu sehen ist. Dann stellt das kleine Licht auf einen erhöhten Ständer im Raum und vergleicht, wie hell der Raum nun ist.
    • Licht darf und soll leuchten. Die Menschen sollen sehen, dass es etwas Besonderes ist, ein Kind Gottes zu sein.
  • WIE KÖNNEN WIR LEUCHTEN?
    • Dadurch, wie wir sind: Durch Ehrlichkeit, Freundlichkeit, Hilfsbereitschaft, Höflichkeit, …
    • Durch das, was wir tun: ein kleines Geschenk für einen Bekannten; ein Besuch bei jemandem, der krank ist; ein Anruf bei jemandem, der einsam ist; ein Lied singen, …
    • Durch das, was wir sagen: jemandem Mut machen, freundlich grüßen, von Gott erzählen, …

→ Unser Licht hilft den Menschen zu sehen!

  • Und was werden die Menschen tun, wenn sie unser Licht leuchten sehen? Der Bibeltext sagt: Sie werden Gott preisen! Sie lernen also Gott kennen, weil sie uns beobachten.

Licht kostet gar nicht viel, aber es hat eine so große Wirkung – dazu eine Geschichte:

  „Ein König hatte zwei Söhne. Als er alt wurde, da wollte er einen der beiden zu seinem Nachfolger bestellen. Er versammelte die Weisen des Landes und rief seine beiden Söhne herbei. Er gab jedem der beiden fünf Silberstücke und sagte: ‚Ihr sollt für dieses Geld die Halle in unserem Schloss bis zum Abend füllen. Womit, ist eure Sache.‘  Die Weisen sagten: ‚Das ist eine gute Aufgabe.‘

 

Der älteste Sohn ging davon und kam an einem Feld vorbei, wo die Arbeiter dabei waren, das Zuckerrohr zu ernten und in einer Mühle auszupressen. Das ausgepresste Zuckerrohr lag nutzlos umher.  Er dachte sich: ‚Das ist eine gute Gelegenheit, mit diesem nutzlosen Zeug die Halle meines Vaters zu füllen.‘ Mit dem Aufseher der Arbeiter wurde er einig, und sie schafften bis zum späten Nachmittag das ausgedroschene Zuckerrohr in die Halle. Als sie gefüllt war, ging er zu seinem Vater und sagte: ‚Ich habe deine Aufgabe erfüllt. Auf meinen Bruder brauchst du nicht mehr zu warten. Mach mich zu deinem Nachfolger.‘  Der Vater antwortete: ‚Es ist noch nicht Abend. Ich werde warten.‘

 

Bald darauf kam auch der jüngere Sohn. Er bat darum, das ausgedroschene Zuckerrohr wieder aus der Halle zu entfernen. So geschah es. Dann stellte er mitten in die Halle eine Kerze und zündete sie an. Ihr Schein füllte die Halle bis in die letzte Ecke hinein.

 

Der Vater sagte: ‚Du sollst mein Nachfolger sein. Dein Bruder hat fünf Silberstücke ausgegeben, um die Halle mit nutzlosem Zeug zu füllen. Du hast nicht einmal ein Silberstück gebraucht und hast sie mit Licht erfüllt. Du hast sie mit dem gefüllt, was die Menschen brauchen.‘“

 

– Frei nach einem philippinischen Volksmärchen. URL: https://www.lichtkreis.at/gedankenwelten/weise-geschichten/könig-seine-söhne/ [Stand: 8.11.2018)

Lieder:

  • Kleine Lichtlein, kleine Lichtlein woll’n wir sein (Gott loben von Anfang an, I 12)
  • An dem Platz, an dem wir steh’n (Singt froh dem Herrn, Nr. 156)
  • Ein Sonnenstrahl möchte ich sein (Singt froh dem Herrn, Nr. 151)

Bastelidee:

Windlicht mit einfachem Scherenschnittmotiv

  • Du brauchst ein größeres, sauberes Schraubglas, weißes oder schwarzes Papier, einen Bleistift oder eventuell einen weißen Buntstift, eine kleinere Schüssel, eine Schere, Bastelkleber.
  • Lege die Schüssel umgedreht aufs Papier und zeichne Kreise, aus denen dann Schneeflockenmotive ausgeschnitten werden sollen.
  • Falte die Kreise (halbieren, dritteln, halbieren) und schneide kleine Ecken oder andere Formen heraus.
  • Falte die Schneeflocke vorsichtig auf.
  • Klebe die Schneeflocke mit Bastelkleber auf das Glas. Fertig!

Weiß wie Schnee

Schnee ist ein Bild für die Vergebung Gottes. Wenn Gott verzeiht, dann löscht er unsere Sünde und wir dürfen ganz rein sein – weiß wie Schnee.

  • Lass dein Kind sich auf einen Packpapierbogen legen und male seinen Umriss mit einem dicken Filzstift nach.
  • Zeichne auf rotes Papier Klecks-Umrisse und lass dein Kind diese Kleckse ausschneiden.
  • Gebt einen kleinen Streifen ablösbaren Klebestift auf die Rückseite der Kleckse.
  • Denkt nun gemeinsam nach, welche Dinge wir tun/an diesem Tag getan haben, die nicht in Ordnung sind und klebt jedes Mal einen Klecks auf die Silhouette. Wenn ihr wollt, könnt ihr auch Begriffe auf die Kleckse schreiben. Sprecht darüber, wie wir schuldig werden durch Ungeduld, Schreien, Stoßen, absichtliches Ärgern, Ungehorsam, Wegnehmen von Sachen, mutwilliges Kaputtmachen von Dingen, … Gott nennt das „Sünde“. Und Sünde macht uns kaputt. Sie trennt uns von Gott und sie trennt uns voneinander.
  • Wie kann das wieder in Ordnung kommen? Wenn wir Gott um Vergebung bitten. Lest 1. Johannes 1,9: „Wenn wir aber unsre Sünden bekennen, so ist er treu und gerecht, dass er uns die Sünden vergibt und reinigt uns von aller Ungerechtigkeit.“ Gott verspricht, dass er uns verzeiht, wenn wir unsere Sünden bekennen.
  • Überlegt, wofür ihr um Vergebung bitten möchtet. Sprecht miteinander ein kurzes Gebet und bittet Gott um Verzeihung.
  • Lest Jesaja 1,18: „Wenn eure Sünde auch blutrot ist, soll sie doch schneeweiß werden, und wenn sie rot ist wie Scharlach, soll sie doch wie Wolle werden.“ So leuchtend weiß wie Schnee, wenn die Sonne draufscheint, werden wir, wenn Gott uns vergibt! Wow!
  • Entfernt nun wieder alle Kleckse, zerknüllt sie und werft sie in den Müll.
  • ACHTUNG – wenn Gott verzeiht und löscht, dürfen auch wir Erwachsene nicht nachtragend sein!
  • Lieder:
    • Komm in mein Herz (Gott loben von Anfang an, I 25)
    • Ich bin von innen, außen (Gott loben von Anfang an, J 13)
    • Ich möchte, dass mein kleines Herz (von Margret Birkenfeld)
    • Ja, Herr, ich freu mich so (Singt froh dem Herrn, Nr. 96)

weitere Andachtsideen:

  • Noah (Jahreszeiten): 1. Mose 8,22 als ein Versprechen, dass es die Jahreszeiten gibt, so lange die Erde steht
  • Meisterflieger: Kanadagänse (Tierisch gute Zeiten mit Gott, Sammelband, S. 72)

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2. Gefühl und Mitgefühl

2.1 Von und in der Natur Mitgefühl lernen

Die Natur dient uns Menschen in verschiedener Hinsicht als Vorbild, von dem wir etwas lernen können, und offenbart uns den Schöpfer.

  • Für die kalte Jahreszeit gerüstet: Tiere sammeln Vorräte, um über den Winter zu kommen (Eichhörnchen, Hamster, Maus, …). Wir lernen: vorausdenken, vorbereiten, fleißig sein, auf sich Acht geben.
    • Vorräte anlegen – wie man Lebensmittel länger haltbar machen kann. Probiert es doch einmal aus: kühlen, tiefkühlen, einkochen, trocknen, Milchsäuregärung
  • Ein dickeres Fell: Gott hat den Fellwechsel eingerichtet, damit die Tiere es im Winter wärmer haben. Wir lernen: Gott sorgt für uns. Tieren gibt er ein Fell, uns warme Kleidung.
    • Vielleicht könnt ihr einen Reitstall aufsuchen und euch das Winterfell von Pferden anschauen – im Vergleich zum Sommerfell. Da sieht man den Unterschied besonders deutlich.
  • Sich wärmen: Bienen rücken im Winter ganz eng zusammen und halten einander warm (Wintertraube). Sie erzeugen Wärme durch Vibrieren ihrer Muskulatur. Die Bienen aus dem kalten äußeren Bereich der Wintertraube wechseln nach einer gewissen Zeit nach innen und werden von Bienen aus dem inneren Bereich abgelöst. Wir lernen: Teamwork, gemeinsam schaffen wir Dinge, die wir alleine nicht könnten.

– vgl. Honig und Bienen: Was machen Bienen im Winter? URL: https://honig-und-bienen.de/bienen-im-winter/ [Stand: 8.11.2018])

  • Wasser ist anders: Gott hat es so eingerichtet, dass kaltes Wasser (bei 4 °C) schwerer ist als Eis. Dadurch frieren Seen oder Teiche von oben her zu und das Leben im Wasser ist auch im Winter möglich. Wir lernen: Gott ist so klug. Er weiß genau, wie die Dinge funktionieren und kümmert sich um kleinste Details, damit Tiere auch im Winter überleben können.

– Vgl. Rainer Crummenerl (2008): Luft und Wasser (Was ist was, Bd. 48). Nürnberg: Tessloff, S. 15.)

2.2 Mitgefühl für die Natur fördern

Kinder können in und mit der Natur besonders gut Mitgefühl und Einfühlungsvermögen trainieren. Mit der Schöpfung Gottes respekt- und achtungsvoll umzugehen, die nicht gleich laut „AUA“ ruft, wenn wir ihr wehtun, sollte von klein auf geübt werden. Da gibt es im Winter manches zu tun bzw. zu beachten:

  • Tiere versorgen – Vögel füttern und beobachten (fotografieren, bestimmen, zählen).
    • Vogelhäuschen bauen
    • Meisenknödel oder Meisentöpfe selber herstellen
    • Beobachtungen festhalten: Wer kommt? Wie oft? Bevorzugtes Futter?
  • Vor dem Erfrieren schützen – Unterschlupf anbieten – Tiere nicht in ihrer Ruhe stören. Laub, Zweige, Holzstapel bewusst über den Winter in Ruhe lassen, damit sie als Winterquartier genutzt werden können.
  • Futterstellen nicht zu nahe kommen, weil menschliche Gerüche die Tiere irritieren können.

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3. Denken

3.1 Die Welt erkunden

  • Schneeflocken untersuchen (auf schwarzes Blatt fallen lassen, Lupe, Mikroskop, erwärmen).
  • Aus Schnee etwas bauen, Sandförmchen mit Schnee füllen und „Schneekuchen“ backen.
  • Experimente mit Eis – Sandförmchen mit Wasser füllen und draußen einfrieren lassen. Wie sieht das Eis aus? Wieviel Eis ist in der Form, wenn ihr sie randvoll mit Wasser gefüllt habt?
  • Was wiegt mehr: Ein Becher Schnee, ein Becher Eis oder ein Becher Wasser?
  • Wieviel Wasser steckt in einem Schneeball? Einen Schneeball in einem Messbecher auftauen lassen. Wie sauber ist der Schnee? Könnt ihr, außer Wasser, sonst noch etwas in dem Becher sehen?
  • Warum ist der Schnee weiß und warum glitzert Schnee in der Sonne? Schnee besteht aus Schneeflocken. Schneeflocken bestehen aus winzigen Schneekristallen. Wenn die Sonne auf diese Schneekristalle scheint, sind sie wie Spiegel. Sie reflektieren/spiegeln das Licht. Deshalb ist Schnee in der Sonne so hell. Versucht, mit einem Spiegel das Sonnenlicht z. B. an eine Hauswand zu werfen (Achtung! Bitte nicht in den Spiegel schauen, das helle Licht schadet den Augen!)
  • Wie entstehen Eiszapfen? Wasser besteht aus vielen kleinen Teilchen (den Molekülen). Wenn die Temperatur unter 0 °C ist, bewegen sich diese Teilchen nicht mehr, das Wasser friert – es wird fest. So kann aus einem Tropfen Eis werden. Und wenn dann noch weitere Tropfen nachrinnen und ebenfalls einfrieren, wächst ein Eiszapfen. Oft findet man Eiszapfen an Hausdächern, besonders, wenn sie schlecht isoliert sind. Sucht Eiszapfen in eurer Gegend und überlegt, warum sie gerade an diesen Orten entstehen. Sprecht auch über die Gefahr von herabfallenden Eiszapfen.
  • Wie überleben Tiere den Winter?
    • Zugvögel (Graugans, Storch, Schwalbe, Kuckuck)
    • Aktiv (Reh, Fuchs, Hase, Wildschwein, Amsel)
    • Winterschlaf (Igel, Siebenschläfer, Fledermaus, Murmeltier)
    • Winterruhe (Dachs, Hamster, Eichhörnchen, Braunbär)
    • Winterstarre (Fische, Frösche, Eidechsen, Schildkröten)
  • Blättert zusammen in einem Buch über den Winter und sprecht darüber. Das kann ein Wissensbuch mit Naturfotos sein wie: Beatrice Fontanel (2006): Frühling, Sommer, Herbst und Winter. Die schönsten Bilder aus der Natur. Ravensburg: Ravensburger. Es kann aber auch ein Buch ohne Worte wie zum Beispiel das Büchlein: Gerda Muller (2008): Was war hier bloß los? Ein geheimnisvoller Spaziergang. Weinheim, Basel: Beltz. Die Idee des Buchs: Die Akteure sind nicht sichtbar, wohl aber die Spuren, die sie hinterlassen. Ein Buch, das zum genauen Hinschauen und Rätseln einlädt – für kleine Detektive.
  • Ideen für verschiedenste Aktivitäten in jeder Jahreszeit finden sich beispielsweise in: Sven Nordqvist (1999): Mit Findus durchs ganze Jahr. Hamburg: Oetinger.

3.2 Mathe be-greifen

  • Schau genau: Schneemannmotiv aus dem Spiel „Schau genau“ von Ravensburger heraussuchen und über die Merkmale reden. Anschließend das Kind versuchen lassen, die Kärtchen zuzuordnen (ab ca. 5 Jahren). Bei Schwierigkeiten auf Details hinweisen, im Gespräch die Lösung erarbeiten. (Alternativ selbst Schneemänner mit verschiedenen Details zeichnen, wobei jeweils zwei genau gleich sind, und das Kind zuordnen lassen.)
  • Schneeflocken aus dem Spiel „Schau genau“: Welche zwei Schneeflocken sind genau gleich? Oder: Wo ist der Unterschied? Kärtchen mit verschiedenen Schneeflocken zeichnen.
  • Ziffern/Zahlen benennen: Ziffern mit dem Finger in den Schnee schreiben und benennen lassen.
  • Mengen zuordnen: Ziffern mit dem Finger in den Schnee schreiben und die entsprechende Anzahl Schneebälle dazulegen lassen.
  • Schneebälle:
    • Zählen
    • Mengen vergleichen
    • Muster legen
    • Geometrische Figuren: Kreis, Viereck, Dreieck legen
    • Schätzen: Schneebälle in zwei Schüsseln – wo sind mehr drin? Schneebälle auf ein abgestecktes Feld legen – Wie viele passen hier wohl drauf? Anschließend zählen.
    • Wiegen: Schnee, Eis, Wasser wiegen z. B. mit einer Balkenwaage
    • Zählen: Wie viele Vögel kommen innerhalb einer gewissen Zeit zum Futterplatz?

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4. Sprache

4.1 Wort.Schatz

  • Dalli Klick mit Winterbildern – die Kinder raten, welches Wintermotiv zu sehen ist (Winterwald, Eiszapfen, Schneemann, Wintersport, …). Optional kann auch einfach etwas gezeichnet werden und das Kind versucht zu erraten, was man gerade zeichnet.
  • Begriffe, die mit dem Winter zu tun haben, umschreiben, ohne sie zu nennen, und das Kind raten lassen, was gemeint ist. Das Kind einen Begriff umschreiben lassen. Eventuell Bilder aus Illustrierten ausschneiden, die als Ideenschatz dienen können.
  • Bilder mit Wintermotiven aus Illustrierten ausschneiden, sie auf dem Tisch auflegen. Eine kleine Geschichte erfinden, in der eines der Motive vorkommt. Das Kind soll erraten, welches Motiv gemeint ist.

4.2 Buchstaben – der Schlüssel in andere Welten

Im Kindergartenalter geht es vor allem darum, Buchstaben zu erkennen und sie unterscheiden zu lernen.

Hier einige Ideen, wie die Kinder diese Buchstaben in vielfältiger Art und Weise erlernen können:

  • „W“ wie Winter, „k“ wie kalt: Winterbilder gestalten oder aus dem Internet heraussuchen und mit großen Lettern „Winter“ bzw. „kalt“ draufschreiben.
  • Buchstaben mit dem Finger in den Schnee schreiben und raten lassen.
  • Buchstaben aus Schneebällen legen.
  • Fensterscheibe anhauchen und Buchstaben mit dem Finger draufschreiben.

4.3 Sprachspiele

Zungenbrecher:

  • Viele viele feine Schneeflocken fallen völlig frei und federleicht aufs Feld.
  • Wer wissen will, wie Wintertage sind, kann im Winterwald wunderschöne weiße Flocken bewundern, wie sie weich wie Wolle herabwirbeln.

Gedicht:

„Viele, viele Flocken“

Viele, viele Flocken, die tanzen wild im Kreis,

sie fallen auf die Erde und malen alles weiß.

Nicht hundert, auch nicht tausend, nein, zähl’n kannst du sie nicht –

doch wenn du hoch zum Himmel siehst, spürst du sie im Gesicht.

Willst du sie fangen, schmelzen sie. Werden sie warm, dann sind sie fort.

Durch sie macht Gott die Erde hell, für dich, für mich – am kalten Ort.

Im Sonnenlicht da funkelt es, es strahlt das ganze Land.

So weiß, so leuchtend – wunderschön malt unsres Gottes Hand.

(Miriam Cihak)

Fingerspiele:

„Fünf Schneeflocken“

„Fünf Schneeflocken fallen auf die Erde nieder.

Das erste Schneeflöckchen macht sich den Spaß

und setzt sich mitten auf die Nas‘.

Das zweite Schneeflöckchen setzt sich auf das Ohr

und kommt sich dort ganz lustig vor.

Das dritte Schneeflöckchen klettert hoch hinauf

und setzt sich auf das Köpfchen drauf.

Das vierte Schneeflöckchen setzt sich auf die Wange

und bleibt dort auch nicht lange.

Das fünfte Schneeflöckchen setzt sich auf deinen Mund

und glaubt der Schnee, der ist gesund!“

(Autor unbekannt)

4.4 Fremdsprachen

Lied: “The Mittens on My Hands” (Melodie: The Wheels on the Bus)

The mittens on my hands

keep me warm,

keep me warm,

keep me warm.

The mittens on my hands

keep me warm,

all winter long!

– Angela Thayer: Winter Songs for Preschoolers. URL: https://teachingmama.org/winter-songs-for-preschoolers/ [Stand: 8.11.2018]

Lied: “10 Little Snowflakes” (Melodie: 10 Little Indians)

One little, two little, three little snowflakes,

four little, five little, six little snowflakes,

seven little, eight little, nine little snowflakes,

ten little snowflakes on my tongue! (stick out tongue)

 

One little, two little, three little snowflakes,

four little, five little, six little snowflakes,

seven little, eight little, nine little snowflakes,

ten little snowflakes on my hat! (pat head)

 

One little, two little, three little snowflakes,

four little, five little, six little snowflakes,

seven little, eight little, nine little snowflakes,

ten little snowflakes on my mittens! (wiggle hands)

 

One little, two little, three little snowflakes,

four little, five little, six little snowflakes,

seven little, eight little, nine little snowflakes,

ten little snowflakes on my boots! (point to feet)

– Angela Thayer: Winter Songs for Preschoolers. URL: https://teachingmama.org/winter-songs-for-preschoolers/ [Stand: 8.11.2018])

4.5 Kinderbücher

M. Christina Butler (2006): Der kleine Igel und das große Geschenk. Gießen: Brunnen.

Zum Inhalt: Ein kräftiger Windstoß hat das warme Winternest des Igels zerstört. Er ist verzweifelt und stapft warm angezogen zu seinem Freund, dem Dachs, um dort Unterschlupf zu finden. Auf seinem Weg dorthin trifft der kleine Igel etliche Tiere, die furchtbar frieren. Da kann der Igel nicht einfach weitergehen, er überlässt ihnen alle seine warmen Sachen und kommt schließlich selber in Not, weil es bitterkalt ist. Er wird gerettet und kann sich in der Dachshöhle erholen. Sein Einsatz bleibt nicht ohne Wirkung. Die dankbaren Tiere bereiten ihm eine Überraschung – ein kuscheliges neues Winternest. Es ist eine Geschichte übers Mitfühlen, Helfen und Teilen, über Selbstlosigkeit, übers Segnen und gesegnet werden. Sie ist liebevoll bebildert, hat je nach Ausgabe fühlbare Kleidungsstücke und lädt dein Kind zum Nachahmen ein.

 

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5. Sinne

5.1 Musizieren

Singen:

Wenn im Winter der Schnee fällt (Melodie: Schneeflöckchen, Weißröckchen; Text: Miriam Cihak)

Wenn im Winter der Schnee fällt, ziehe ich mich warm an.

Ich nehm‘ Hose und Jacke, weil’s sonst kalt werden kann.

Wenn im Winter der Schnee fällt, ziehe ich mich warm an.

Ich nehm‘ Stiefel und Schal mir, weil’s sonst kalt werden kann.

Wenn im Winter der Schnee fällt, ziehe ich mich warm an.

Ich nehm‘ Mütze und Handschuh‘, weil’s sonst kalt werden kann.

 

„Winterpracht“

Hörbeispiel: https://www.youtube.com/watch?v=D86TFJcgUok

 

Sich zur Musik bewegen:

Wie Schneeflocken tanzen, solange man die Musik hört, und stoppen, sobald sie aufhört.

Hören:

Eine kurze rhythmische Sequenz klatschen und das Kind nachklatschen lassen, dann das Kind vorklatschen lassen und es nachklatschen. Anschließend zwei Winterlieder nennen, dann den Rhythmus von einem der beiden klatschen und das Kind raten lassen, welches man geklatscht hat.

Den Winter aus Vivaldis Jahreszeiten hören und Motive dahinter kennenlernen (vgl. https://www.kammermusikfuehrer.de/werke/1888):

1. Satz: klirrende Kälte, Wind, Füßestampfen, Zähneklappern

2. Satz: wohlige Wärme am Kamin, Regen an der Scheibe

3. Satz: Eisläufer mit kunstvollen Figuren, Sturz, Eis bricht, Sturmwinde

5.2 Erleben

Den Winter dokumentieren: Mit dem Fotoapparat in der Winterlandschaft unterwegs sein und Dinge in Gottes Atelier „einfangen“: Schneelandschaft, Raureif, gefrorenes Wasser, Eiszapfen, vielleicht sogar einen Vogel an der Futterstelle.

 

Die Rutscheigenschaft von Eis testen, indem verschiedene Gegenstände über eine Eisfläche gezogen werden.

 

Erste Versuche beim Schlittschuhlaufen machen.

5.3 Wahrnehmen

  • Schnee spüren
    • mit den Händen
    • mit den Füßen
    • im Gesicht
    • Schneeflocken einfangen (eventuell auf schwarzem Papier) und beobachten, wie sie schmelzen
  • Eis berühren
    • Eiszapfen
    • Eisfläche
    • Eis (in der Hand) zum Schmelzen bringen
  • Schnee riechen
  • Wie klingt eine Schneelandschaft?
    • Geräusche wahrnehmen
    • Was ist anders als wenn kein Schnee liegt?
    • Ist es lauter oder leiser?
  • Eventuell sauberen (!) Schnee kosten (Anmerkung: Jedes Kind will irgendwann Schnee kosten. Schnee ist zwar nie ganz sauber, aber in kleinen Mengen sollte es eigentlich nicht problematisch sein, wenn er in den Mund kommt. Du solltest dein Kind aber darauf hinweisen, dass es Orte gibt, an denen es Schnee keinesfalls in den Mund nehmen sollte (Straße, verfärbter bzw. verschmutzter Schnee, in der Nähe von Tierkot oder Urin etc.).

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6. Körper

6.1 Ich bin aktiv!

  • Werfen: Schneebälle formen und möglichst weit werfen (eventuell Schritte dahin zählen) oder auf ein Ziel werfen.
  • Auf einer hartgewordenen Schneedecke zu gehen versuchen, ohne einzubrechen.
  • Verstecken spielen mittels Spurensuche – der Spur folgen, um einander zu finden.
  • Einen Schneemann oder eine Schneeburg miteinander bauen.
  • Auf Eis zu gehen versuchen. Wie muss man auftreten, um möglichst wenig zu rutschen?
  • Eisschollen-Lauf (für drinnen): Jeder Mitspieler bekommt zwei Teppichfliesen (oder zwei Mousepads oder Moosgummi-Matten vom Buchstabenteppich), auf denen er sich durch den Raum bewegen darf (auf einer stehen, die andere auflegen, dann draufsteigen usw., bis man am Ziel angekommen ist. Dort holt man einen Fisch (oder einen Ball) und bringt ihn ans andere Ufer (zum Start), bis alle Fische geholt sind.

– Vgl. Kitaturnen: Eisschollen Lauf. URL: https://www.kita-turnen.de/eisschollen-lauf-kinderspiel-mit-alltagsmaterial-im-winter/ [Stand: 8.11.2018)

6.2 Ich kann das!

  • Reißverschluss schließen
  • Knöpfe schließen
  • Stiefel anziehen
  • Schal anlegen
  • Mit Rodel, Sack oder Bob (Teller, Lenkbob etc.) unterwegs sein – was fährt wie?
  • Wenn ein Hügel in der Nähe ist: Hilfreicher Tipp: Wie komme ich bei Schnee und Rutschgefahr oben am Hügel (mit den Zehen fest in den Schnee treten) an oder von oben herunter (mit den Fersen fest in den Boden treten)? Also nicht zaghaft und vorsichtig sondern entschieden und fest auftreten.

6.3 Ich bin kreativ!

Winterliche Grußkarte „Schneemänner“

Du brauchst: (1) Malschürze, (2) Lappen zum Reinigen der Finger, (3) 1 Blatt dickeres Papier in A4-Format (blau oder schwarz), (4) weiße Fingerfarbe, (5) Windowcolors, (6) Bastelkleber, (7) etwas Watte

Arbeitsschritte:

  • Das A4-Blatt in der Hälfte falten.
  • Eine Hand mit weißer Fingerfarbe bemalen und einen Handabdruck auf das gefaltete Blatt machen. Trocknen lassen!
  • Hüte, Augen, Nasen und eventuell Knöpfe mit Windocolors (hebt sich etwas ab und sieht daher plastischer aus) draufmalen. Trocknen lassen.
  • Wattebausch aufkleben. Fertig!

Schneeflocken fürs Fenster, für eine Laterne oder für ein Lichtsäckchen

Du brauchst: (1) buntes Papier, z. B. Origamipapier, (2) eine Schüssel oder eine Konservendose, (3) einen Bleistift, (4) eine Schere

Arbeitsschritte:

  • Die Schüssel oder Dose auf das Papier legen und einen Kreis zeichnen.
  • Den Kreis ausschneiden.
  • Den Kreis falten: halbieren – dritteln – halbieren. Das Dritteln ist wichtig, damit sechs Zacken herauskommen und nicht vier!
  • Eine beliebige Form ausschneiden. (Besondere Formen findest du natürlich im Internet – zum Beispiel hier: https://www.talu.de/schneeflocken-aus-papier-basteln/.)
  • Vorsichtig auffalten. Fertig!

 

         

Orangenteelicht

Eine Anleitung für diese weitere Bastelidee findet ihr unter:

https://artefactur.wordpress.com/2014/12/08/orangen-teelicht/

6.4 Ich halte mich gesund!

Im Winter ist die fruchtbare Erde hart durch den Frost oder sogar bedeckt durch Schnee. Frisches Essen aus dem Garten kann man also nicht mehr einfach so bekommen. Da hilft es, den Garten sozusagen in das warme Haus zu verlagern oder getrocknete Varianten zu nutzen:

  • Keime und Sprossen züchten und damit Brote, Salate, Suppen verfeinern (z. B. Kresse, Alfalfa, Mungobohnen)
  • Kräutertee zubereiten
    • Husten: Thymian, Eibisch, Salbei
    • Fieber: Lindenblüten
    • Magenprobleme: Kamille, Pfefferminze, Ingwer
    • Erkältung: Ingwer, Lindenblüten, Kamille
    • Blähungen, Magenbeschwerden: Fenchel
    • Halsentzündung: Salbei

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