Unsere Sinne sind vielfältig und so sollen sie auch benutzt werden! Deswegen werden hier verschiedene Sinneserfahrungen angeboten.Was siehst du, hörst du, schmeckst du? Die Umwelt bewusst wahrnehmen, das ist hier das Ziel.

Musizieren mit der Stimme, Instrumenten oder dem Körper dürfen dabei nicht fehlen. Auch das Hören kann auf unterschiedliche Weise trainiert werden, sei es beim Geräusche erkennen, bei ersten Tonerfahrungen oder beim Musikhören.

Unterschiedliche Erfahrungsräume und ansprechende Ausflugsziele werden vorgestellt, die viele Möglichkeiten der Sinneseindrücke anbieten.

Wertvoll-Themen

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5.1 Musizieren

Die Wasserorgel

Durch Schwingungen kann Wasser Musik machen – und dafür gibt es sogar echte Profis! (Z. B. dieser hier: https://www.youtube.com/watch?v=47TGXJoVhQ8) Du brauchst dafür nur verschiedene Gläser (am besten Wein- oder Sektgläser) und befüllst diese mit unterschiedlich viel Wasser. Lass dein Kind nun einen Finger nass machen und mit etwas Druck über den Glasrand streichen. Mit etwas Übung ertönt dann schon bald der erste Ton! Wenn es gut gelingt, könnt ihr euch auch an kleine Melodien wagen.

Blubberblasmusik

Stellt doch einmal zu zweit oder mit mehreren Personen ein Blubberblasorchester zusammen. Jeder bekommt einen Strohhalm und gemeinsam setzt ihr euch an eine große Schüssel oder Wanne. Nun einigt ihr euch auf ein gemeinsames Lied und schon kann die Melodie geblubbert werden!

Klassische Musik erleben

Einkaufstipp: Die Moldau – ein bekanntes klassisches Orchesterwerk vom berühmten tschechischen Komponisten Smetana. In kindgerechter Art und Weise wird die Musik, welche den großen Fluss würdigt, für Kinder erlebbar gemacht:

 

 

 

 

 

 

5.2 Erleben

Ausflug zu einem Badesee/Schwimmbad

Kinder lieben Wasser – ob zum Planschen, Matschen, Schwimmen oder Erforschen! Sucht euch, wenn es die Temperaturen zulassen, einen Badesee aus, der sowohl einen Schwimmer- als auch Nichtschwimmerbereich hat. Alternativ könnt ihr auch ein Schwimmbad besuchen. Nutzt beide Bereiche! Lass dein Kind zunächst im Nichtschwimmerbereich experimentieren (z. B. springen, tauchen, Wasser spritzen, blubbern, sich tragen lassen, versinken,…) und die verschiedenen Bewegungsmöglichkeiten im Wasser ausprobieren. Anschließend könnt ihr euch gemeinsam ins tiefe Wasser begeben und dort mithilfe von Schwimmhilfen ähnliches ausprobieren. Durch die gefühlte „Schwerelosigkeit“ im Wasser kann man sich dort besonders gut bewegen und seinen Körper fit halten.

Wasser in der Natur erforschen

Kleine Bächlein oder Tümpel eignen sich sehr gut, um die Natur zu erforschen und mit ihr zu spielen. Die frische Luft, das geschickte Bewegen und die nackten Füße im kühlen Wasser (im Sommer) stärken nebenbei noch das Immunsystem. Es bieten sich unter anderem folgende Ideen an:

  • Wassertierchen mit dem Kescher fangen, in ein Glas setzen und mit einer Lupe beobachten. Wie sehen sie aus, wie verhalten sie sich?
  • Staudamm bauen

5.3 Wahrnehmen

Die Medizinflasche

Um deinem Kind zu zeigen, wie wichtig Wasser für seinen Körper ist, kannst du ein kleines Spiel machen. Dafür brauchst du: verschiedene kleine Gefäße, die möglichst wie Medizinflaschen aussehen, einen Löffel und ein Tuch. Du füllst in die kleinen Gefäße verschiedene Flüssigkeiten unterschiedlichen Geschmackes (z. B. Apfelsaft, Zitronensaft, Salzwasser, Tee,…) sowie in eines Wasser und stellst sie nebeneinander auf. Anschließend verbindest du deinem Kind die Augen und lässt es von jedem einen Löffel probieren. Fordere es nun auf, die Flüssigkeiten zu benennen! Welche ist nun die wichtigste für unseren Körper? Sprecht über die Wichtigkeit von Wasser (s. auch bei „Wissenswertes“). Sucht in eurem Haushalt nach Gegenständen, für die wir Wasser benötigen!

– vgl. Deutscher Verein für Gesundheitspflege (Hrsg.) (2007): DVG-Kindergesundheitswoche „Komm mit, bleib fit!“. Ostfildern: DVG e.V. S. 7f

Angeln mit dem Fuß

„Legt unterschiedliche Dinge wie z. B. einen Stein, ein Spielzeugauto, einen Teelöffel, einen Schlüssel oder einen Unterteller in eine mit Wasser gefüllte Wanne, ins Planschbecken oder ähnliches. Ihr solltet mindestens zehn Dinge für dieses Tastspiel verwenden. (…)
Der beginnende Spieler muss jetzt mit dem Fuß die Gegenstände herausfischen.
Das ist gar nicht so einfach. Wer hat den besten Greifreflex in den Füßen?
(…) Dieses Spiel könnt ihr [auch] (…) auf Zeit spielen. Wer angelt am schnellsten?“

– Kinderspiele-Welt: Spiele mit Wasser. URL: http://www.kinderspiele-welt.de/spiele-fur-drausen/spiele-mit-wasser.html [Stand: 09.02.2017]

Wassergeräusche mit dem eigenen Körper machen

Mit dem Körper lassen sich vielfältige Geräusche nachmachen. Ob am Badesee, im Schwimmbad oder in der Badewanne, experimentiert mit euren Körperteilen und versucht, möglichst viele unterschiedliche Geräusche zu entdecken. Wie hört es sich an, wenn man mit dem Mund blubbert? Kann man unterschiedliche Platsch-Geräusche machen? Machen Wellen Töne? Wie hört sich das alles unter Wasser an?

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5.1 Musizieren

Singen

  • Abendlied: „Wenn es Abend wird“ (Text und Melodie: Margret Birkenfeld (1989). Mein kunterbuntes Liederbuch. Asslar: Musikverlag Klaus Gerth/Turmberg Verlag.)
  • Sabbatlied: „Sabbat ist ein schöner Tag“ (Text und Melodie: Margaret Kennedy, aus: Lilian Kovar/Yvonne Seidel u.a. (2010): Gott loben von Anfang an. Wien: Toplife Center.)
  • Als Einstimmung zum Gebet: „Komm in mein Herz“
  • Wochentage: „Ich bin glücklich“ (Text und Melodie: mündlich überliefert, aus: Singt froh dem Herrn (2009). Hückeswagen: Christliche Schriftenverbreitung e.V.)

5.2 Erleben

Eine Nacht im Wald

Besucht in der Nacht/im Dunklen einen Wald und lasst die Eindrücke auf euch wirken. Was für Geräusche hörst du? Wie erlebst du die Stille? Wie geht es dir im Dunkeln?

Nachttiere

Beobachtet in einem Zoo Nachttiere. Manche Zoos haben ein besonderes Nachthaus, wo es während des Tages dunkel ist und daher die Nachttiere tagsüber aktiv sind.

5.3 Wahrnehmen

Am Waldrand

Legt euch bei schönem Wetter an einem ruhigen Plätzchen am Waldrand ins Gras (zum Beispiel als Pause auf einem Spaziergang) und schließt die Augen. Genießt die Ruhe, lauscht den Geräuschen und lasst das Umfeld auf euch wirken.

Geräusche erkennen

Das Kind schließt die Augen oder bindet sich ein Tuch vor die Augen und versucht zu erraten, was für ein Geräusch du machst. Mache das Geräusch erst, wenn das Kind ruhig ist und aufmerksam lauscht. Wenn man selbst ruhig ist, hört man viel besser! Um Gottes Stimme hören zu können, müssen wir auch ruhig werden. Mögliche Geräusche sind: Papier rascheln, Karotte reiben, Reißverschluss zumachen, am Computer tippen, Klospülung betätigen, Fenster öffnen, Vorhang schieben, Glocke, Nadel fallen lassen,… Du findest auch verschiedenste Geräusche unter http://www.hoerspielbox.de/.

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5.1 Musizieren

Singt den Vers aus Jesaja 7,15 etwas abgewandelt zur bekannten und einfachen Melodie des Liedes

„Danke, danke, danke, danke, lieber Gott wir danken dir, danke, danke, danke, danke, danke sagen wir.“

– Gott loben von Anfang an (2008), Spillern: Top Life Center, C10

„Verwirf das Böse und erwähle das Gute,

verwirf das Böse und erwähle das Gute.

Verwirf das Böse und erwähle das Gute,

Jesaja sieben Vers fünfzehn.“

„Mäßigkeit“ beim Musizieren

Am besten gelingt diese Übung mit einem Klavier. Kleine Kinder lieben es, wild auf die Tastatur eines Klaviers zu „hauen“ oder ein Glockenspiel möglichst laut und vielfältig zu spielen. Doch die meiste Musik lebt von Ordnung. Statt so viele Tasten wie möglich zu spielen, sollte die Auswahl „mäßig“ sein. Manchmal reichen nur ein bis zwei harmonierende Töne.

 

  • Lass dein Kind zunächst „wild“ und unkontrolliert spielen und dann nur einzelne, (wenn möglich harmonierende) Töne. Erkläre nun den Unterschied und die unterschiedliche Wirkung.
  • Um die Wirkung von leise und laut zu demonstrieren, kannst du ein Lied wählen, das eher leise gesungen wird (z. B. „Stille, Stille“ (Gott loben von Anfang an (2008), Spillern: Top Life Center, C3)). Singe es nun ganz kräftig vor und frage dein Kind, ob das dem Text entsprechen würde. Erkläre anschließend, dass bei mancher Musik eine mäßige, ruhige und leise Spiel- und Singart angemessener ist. Das fordert Zurückhaltung und Konzentration.

5.2 Erleben

Fördere die Bewegung deines Kindes von klein auf. Wenn du mit ihm regelmäßig draußen an der frischen Luft etwas unternimmst, ist das ein Puzzlestein in der Suchtprävention.

  • Verbinde einen Spaziergang mit einem kurzen Wettlauf oder Fangspiel!
  • Mache Pfützenwanderungen bei Regenwetter!
  • Ängstliche Kinder brauchen Zuspruch zum Mut! Es stärkt dein Kind, wenn es merkt, wie ihm Dinge gelingen! (auf den Turm klettern, herunterspringen,…)
  • Nutze Angebote deiner Umgebung (Wald, Park, Minigolfanlage, Schwimmbad,…)!

Marktbesuch

Geht gemeinsam zum Wochenmarkt und schaut euch die verschiedenen Stände an. Überlegt: Was gibt es zu essen? Was gibt es zu trinken? Welche Nahrungsmittel können wir reichlich essen, welche sollten wir nur mäßig essen?

Sucht euch, wenn möglich, einen Stand mit Süßigkeiten aus. Lass dein Kind nun einen Nachtisch aussuchen, welchen ihr bei der nächsten Mahlzeit essen werdet. Es soll nun entscheiden, welche Menge ausreicht für euch. Erkläre in diesem Zusammenhang, was es bedeutet, mäßig zu sein.

5.3 Wahrnehmen

In einer Familie gibt es immer wieder mal Konflikte und Streit. In keiner Familie herrscht nur Harmonie. Die Frage ist nur, wie Eltern und Kinder damit umgehen. Für die Suchtprävention ist es auch wichtig zu lernen, wie man mit Spannungen – gerade mit den Menschen, die man am liebsten hat – umgehen kann ohne zu einem Suchtmittel als Abreaktion oder Trost zu greifen.

Um Grenzen respektieren zu lernen, malt gemeinsam Ge- und Verbotsschilder für eure Familie, zum Beispiel ein Gebotsschild “Helfen” oder ein Verbotsschild “herumliegende Jacken am Boden”. Wenn ihr die wichtigen Dinge für euch zu Papier gebracht habt, geht gemeinsam mit den Verbots- und Gebotsschildern durch die Wohnung und hängt sie an den entsprechenden Stellen auf.

– vgl. Rote Falken Oberösterreich (2006): Suchtprävention. Lass dich nicht unterkriegen. Entscheide selbstbewusst. Gruppenmappe S. 42. URL: http://www.kinderfreunde.cc/V/Rote-Falken-Oesterreich/Rote-Falken-Oberoesterreich/Themen-Materialien/Kampagnen/Suchtpraevention

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5.1 Musizieren

Lied: „Eight-Doctors-Song“

Übt vor allem die 2. Strophe! ☺

Orientierung im Dunkeln durch Musik

Verbinde deinem Kind die Augen und lass es nun hinter dir hergehen, indem es auf die Geräusche hört, die du auf einem Instrument erzeugst.

5.2 Erleben

Eine Nacht draußen erleben: Ohne Licht – Abenteuer im Dunkeln

  • Übernachtet gemeinsam draußen in einem Zelt. Überlegt euch, wie ihr euch im Dunkeln durch Lichtzeichen Botschaften übermitteln könnt. Erzähle deinem Kind von Morsetelegrafie, Leuchtfeuern, Blinkzeichen,… Überlegt gemeinsam, welche unterschiedlichen Lichtzeichen man mit einer Taschenlampe machen könnte: lang, kurz, hell, dunkel, schwenken, absenken, kreisen, … Ordnet dann einem Zeichen eine Bedeutung zu. Ein Elternteil könnte dann ins Haus gehen, während der andere mit dem Kind draußen bleibt. Schickt euch durch Lichtzeichen Botschaften.
  • Nachtaktive Tiere: Lest im Zelt das Buch „Eule, Fuchs und Fledermaus“ von Thomas Müller. Stellt euch dazu zuvor ein „Nachtlicht“ her. Das Auge braucht eine halbe Stunde, um sich völlig auf die nächtliche Dunkelheit einzustellen. Wenn ihr nachts ein Buch oder eine Sternenkarte anschauen wollt, ist daher die Herstellung eines Nachtlichts ideal: Klebt dazu rote Folie auf eine Taschenlampe. Das rote Licht ist so schwach, dass das Auge nicht gestört wird.
  • Sprecht darüber: Sind nachts alle Katzen grau oder sieht man noch Farben? Woher kommt in der Dunkelheit Licht? Welche Gefühle lösen Licht und Dunkelheit in dir aus?
  • Macht vor dem Einschlafen noch eine Nachtwanderung: Erkläre deinem Kind, warum der Mond leuchtet. Zeige ihm Sternenbilder. Geht durch ein Waldstück. Erkläre deinem Kind, dass es im Dunkeln im Wald den Weg am leichtesten findet, indem es zu den Baumspitzen schaut (denn am Weg stehen keine Bäume).

Farbenwoche

Jeder Tag der Woche wird einer Farbe gewidmet: Man zieht sich in dieser Farbe an, man isst nur Speisen in dieser Farbe, man malt und bastelt in dieser Farbe; auch besondere Aktionen könnten eingeplant werden: bei Rot besucht man die Feuerwehr, am Blautag geht man ins Schwimmbad, …  

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5.1 Musizieren

Lieder singen:

  • Gottes Liebe ist wie die Sonne (Advent-Jugend in der deutschen Schweiz (Hrsg.) (1993): Munterwegs, Bad Ragaz: Buchdruck , Nr. 60)
  • Tragt in die Welt nun ein Licht (Gemeinschaft der STA in Deutschland (Hrsg.): Kommt, stimmt doch mit uns ein. Hamburg: Grindeldruck, S. 212-213)

Die Kinder können mit Hilfe eines leichten Spiel-mit-Satzes üben auf einer Triangel oder einem Metallophon das Lied zu begleiten.

Musik hören

Hört euch zusammen passend zur Andacht „Und es ward Licht“ aus Haydns Schöpfung an. Setzt euch dabei gemütlich auf die Couch. Der Satz beginnt ca. bei 8:48 min:

https://www.youtube.com/watch?v=xIpSNMQZH9M

Sprecht über die Lautstärke oder über Instrumente, die dein Kind schon kennt und heraushören kann.

5.2 Erleben

Einen Abend im Dunkeln erleben

  • Schattenspiel in der Dämmerung:

Macht in der Dämmerung gemeinsam einen Spaziergang, bei dem man an Laternen vorbeikommt. Das Kind soll dabei durch Führung im Gespräch feststellen: Gehen wir auf eine Laterne zu, ist unser Schatten hinter uns und verliert an Länge. Befinden wir uns unter der Laterne, „liegt“ der Schatten neben uns und ist kurz, entfernen wir uns von der Laterne, ist unser Schatten vor uns und wird wieder länger.

  • Lagerfeuer:

Neben Sonne, Mond und Sternen ist sicherlich das Feuer die natürlichste Lichtquelle – eine, die Kinder fasziniert. Während ihr am Lagerfeuer sitzt, kannst du deinem Kind Geschichten und Vergleiche aus der Bibel erzählen, die mit Feuer zu tun haben (Mose am brennenden Dornbusch, Feuersäule, mit der Hitze des Feuers wird Silber von Verunreinigungen befreit (Ps 66:10), Gott ließ Feuer vom Himmel fallen auf dem Berg Karmel, …). Macht es euch gemütlich, genießt die Wärme, die vom Feuer ausgeht. Vielleicht wollt ihr euer Abendessen (Stockbrot, Kartoffeln,…) am Feuer zubereiten?

  • Spiel: Der Leuchtotto

Möglichst viele reflektierende Aufkleber oder Bänder auf eine alte Jacke kleben/an ihr befestigen. Einer (oder zu zweit) zieht sich die Jacke an und versteckt sich draußen im Dunkeln. Der andere macht sich mit der Taschenlampe auf die Suche nach ihm. Wenn er ihn findet, strahlt er ihn mit der Lampe an und bringt ihn zum Leuchten. Dann kann man die Rollen tauschen. (vgl. Nitsch, Cornelia: Das große Buch der Spiele und Bastelideen, München: Mosaik, S. 111)

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5.1 Musizieren

Wie kommt der Ton an unser Ohr?

Töne werden durch die Luft weitergegeben. Ein Instrument oder deine Stimme bewegen die Luft. Durch ein paar Tricks kann man diese Bewegung sichtbar machen.

Blasinstrument: Panflöte

Blasinstrumente sind Musikinstrumente, bei denen der Musiker durch seine Atemluft die Luftsäule in einer oder mehreren Röhren zum Schwingen bringt. Die Panflöte zum Beispiel besteht aus einer Reihe von Röhrchen, mit denen verschieden hohe Töne erzeugt werden können.

Du brauchst: (1) 8 dicke Strohhalme ohne Biegehals, (2) Klebeband, (3) ein 20 cm langes Stück festen Karton, (4) Knete

 

Anleitung

 

  • Schneidet die Strohhalme in unterschiedlichen Längen zu.
  • Klebt sie der Länge nach mit dem Klebeband auf den Kartonstreifen.
  • Formt die Knete zu kleinen Kügelchen und verschießt alle unteren Öffnungen damit.
  • Lasst eure Kinder über die oberen Öffnungen der Strohhalme blasen, damit verschiedene Töne entstehen.

– vgl. Zzzebra – das Webmagazin für Kinder: Panflöte. URL: http://www.labbe.de/zzzebra/index.asp?themaid=645&titelid=3384 [Stand: 14.11.2017]

Durch das Hineinblasen bringt ihr die Luft in den Halmen zum Schwingen. Die kürzeren Halme erzeugen höhere Töne als die langen Halme, da in den kurzen Halmen kürzere Schallwellen entstehen.

Ein Beispielvideo findet ihr hier:

https://www.youtube.com/watch?v=-FQLNMtN-Bk

5.2 Erleben

Waldspaziergang

Im Wald findet man besonders saubere Luft, da dort ein großer Teil der Sauerstoffproduktion stattfindet. Auf die größten Produzenten, die Bäume, sollten Kinder besonders aufmerksam gemacht werden. Eine ausgewachsene Buche hat über 200.000 Blätter und an einem schönen Sommertag strömen fast 30 Millionen Liter Luft durch die Blätter. Gleichzeitig geben die Blätter fast 8.000 Liter Sauerstoff an die Luft ab. Das reicht einen ganzen Tag lang für die Atmung von zehn Menschen. (vgl. labbe.de: Sauerstofffabrik. URL:  http://www.labbe.de/zzzebra/index.asp?themaid=248&titelid=490 [Stand. 01.08.2017])

Nutzt die Gelegenheit, während des Waldspaziergangs einige Naturmaterialien zu sammeln und damit ein einfaches Windspiel zu basteln.

Du brauchst: (1) 1-2 m lange Wollschnur oder ein dünnes Sisalband, (2) gesammelte Naturmaterialien (Steine, Stroh, Tannenzapfen, Baumrinde, Federn, Blumen, Gräser), (3) 1 kleines Glöckchen

 

Anleitung

 

  • Verknotet, umwickelt oder drapiert die gesammelten Naturmaterialien entsprechend.
  • Hängt ganz unten ein kleines Glöckchen an, damit das Windspiel im Wind auch schön klingt.
  • Sucht gemeinsam einen geeigneten Platz aus und befestigt das Windspiel.

Ein Beispiel für ein einfaches Windspiel aus Naturmaterialien findet ihr hier:

http://limalisoy.de/windspiel-aus-naturmaterialien/

5.3 Wahrnehmen

Luft spüren und hören

Du brauchst: (1) 1 Luftballon, (2) 1 Stück Klebeband, (3) 1 Nadel

 

Anleitung

 

  • Blast einen Luftballon auf.
  • Klebt ein kleines Stück Klebestreifen auf den Luftballon.
  • Stecht nun vorsichtig mit einer Nadel ein kleines Loch durch das Klebeband in den Ballon.
  • Alternativ kann auch etwas Luft durch die Öffnung des Ballons herausgelassen werden. → Die entweichende Luft aus dem Luftballon ist nun spürbar, z. B. wenn sie auf die Hand oder auf das Gesicht gerichtet wird. Wie hört sich die entweichende Luft an? Macht das Geräusch gemeinsam nach.

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5.1 Musizieren

Familie bzw. Beziehung funktioniert nur, wenn wir aufeinander hören und versuchen zusammen am gleichen Strang zu ziehen. Und trotzdem hat jeder seine eigene Art und das ist genau richtig so.

Zeige deinem Kind das Bild eines Orchesters. Zeige ihm die verschiedenen Instrumente. Erkläre die Funktion der Notenblätter und die des Dirigenten. Danach legt euch auf den Boden und hört euch einen Ausschnitt eines klassischen Konzertes an. Welche Instrumente könnt ihr hören? Noch eindrücklicher wird es, wenn ihr euch einen kleinen Filmausschnitt eines klassischen Konzerts (z. B. auf youtube oder DVD) anschaut, die Instrumente benennt und den Dirigenten beobachtet. Welches Instrument gefällt dir besonders? Sprecht darüber, wie in eurer Familie jeder dazu beiträgt, dass ihr auch ein schön klingendes Orchester sein könnt.

Buchtipp dazu: Ein Haus voll Musik: Ausgabe mit CD.

https://www.amazon.de/Ein-Haus-voll-Musik-Ausgabe/dp/3795704413

Lied „Meine Familie“ (Lilian Kovar/Yvonne Seidel u. a. (2010): Gott loben von Anfang an. Wien: Toplife Center, I 32)

Singt dabei die Strophe: „Jesus, mein Heiland sorgt gut für mich, meine Familie schenkt Er mir. Jesus, mein Heiland, sorgt gut für mich, meinen Heiland liebe ich.“

5.2 Erleben

Beziehung pflegen Lass dein Kind eine ganz spezielle Beziehungszeit erleben. Teile deinem Kind mit, dass sich z. B. Papa (oder Mama) heute Abend ganz speziell Zeit für es nehmen wird. Frage dein Kind, was es denn am liebsten machen möchte. Und dann lasse dein Kind wählen, was es sich wünscht alleine mit Papa (oder Mama) zu tun. Das kann etwas Zeichnen oder Basteln, ein kleiner Ausflug zu einem bestimmten Ziel oder Fahrrad fahren u. Ä. sein. Wichtig ist, dass in dieser Zeit die Aufmerksamkeit zu 100% dem Kind und der Unternehmung gewidmet ist und ganz bewusst die Beziehung vertieft wird. Diese Kleinigkeit gibt deinem Kind eine riesige Portion Selbstwertgefühl und tiefe Freude und Zufriedenheit, was sich direkt auf den Umgang mit anderen auswirkt.

5.3 Wahrnehmen

Ganz wichtig ist es ein Kind Beziehung und Nähe auch spüren zu lassen. Wie schnell geht die bewusste Nähe und das Ausdrücken der Wertschätzung im Alltag verloren. Nimm dein Kind jeden Morgen nach dem Aufstehen ganz bewusst in die Arme, lass es wissen, dass du dich freust, dass ihr zusammen einen neuen Tag beginnen könnt.

Vielleicht genießt es dein Kind, wenn es nach den Mahlzeiten noch eine Weile auf deinem Schoss sitzen darf und ihr einfach unbeschwert Spaß zusammen habt mit Kniereiterspielen oder einander Grimassen schneiden oder was auch immer zu euch als Familie passt.

Was einfach klingt, ist für dein Kind der Grundstein für das Führen gesunder Beziehungen in der Zukunft.

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5.1 Musizieren

Singen

Gemeinsames Singen fördert immer die Gemeinschaft und das Miteinander. Singt ganz oft und viel am Tag.

„Ich kann klatschen (auch mit Füßen), schau mich an“. Statt klatschen mögliche Varianten mit den Füßen wählen. – Stampfen, laufen, hüpfen, rückwärtsgehen, schleichen, knien, radeln,…

– Lilian Kovar/ Yvonne Seidel u.a. (2008): Gott loben von Anfang an. Wien: Toplife Center. Lied I2

Werkbetrachtung „Karneval der Tiere“ von Camille Saint-Saens

Das Werk bietet sich optimal an, Musik mit Bewegung zu verbinden. Das bewusste Hören wird durch das Nachahmen der Tierbewegungen vereinfacht und macht auch richtig Spaß.

  • Vorstellen: Buch „Der Karneval der Tiere“ kurz erzählen
  • Infos: Karneval = ein Fest, eine Festnacht
  • Komponist: Camille Saint-Saens wurde in Paris geboren.

Der Karneval der Tiere besteht aus 14 kleinen Stücken, in denen Tiere tonmalerisch und instrumental nachgeahmt werden.

Elefant

  • Schaut euch einen Elefanten aus Stoff oder einen Schleichtier-Elefanten an. Sammelt Eigenschaften des Elefanten (groß, dick, langer Rüssel, grau …) und ahmt seine Geräusche nach.
  • HB (= Hörbeispiel) 11/12: Bewegt euch wie ein Elefant (stampfen).

Känguru

  • Rätsel: Känguru erraten: Es hüpft, trägt sein Baby im Beutel.
  • HB 13/14: Bewegt euch wie ein Känguru (mit beiden Beinen hüpfen).

Aquarium

  • Legt viele bunte Fische auf ein blaues Tuch.
  • HB 15/16: Bewegt euch wie kleine Fische im Aquarium (Fisch-Bewegung) oder ahmt mit einem Tuch die Bewegung der Fische nach.

Schwan

  • Rätsel: weiß, im Wasser, elegant …
  • HB 27/28: Bewegt euch wie ein Schwan (knien, elegant).

Ear Training

  • Lege Tierkarten aus und spiele ein HB vor. Das HB wird jeweils dem Tier zugeordnet.
  • Nenne Merkmale des Gehörten.

Bewegungsspiel

Spiele ein HB vor. Das Kind soll selbst erkennen, welches Tier vorgespielt wurde und sich dazu bewegen, wie sich das genannte Tier bewegt.

Grafische Notation + Instrumente

  • Instrumente:
    • Elefant: Trommel
    • Känguru: Claves
    • Aquarium: Klangbausteine oder Glockenspiel
    • Schwan: Rassel

  • Spiele dem Kind alle Tiere mit deren Instrument vor. Dann noch einmal. Dann spiele ein Instrument und das Kind sagt, welches Tier das ist.
  • Die Kinder dürfen auf den Instrumenten spielen.
  • Die Partitur
    • Das Gespielte kann man auch auf einer Partitur aufzeichnen.
    • Zeige auf die Partitur. Das Kind spielt.
    • Schwierigkeit: Zwei Tiere auf einmal spielen.

5.2 Erleben

  • Besucht einen Motorikpark oder einen attraktiven Spielplatz. Hier können Bewegungsabläufe wie Klettern, Hangeln, Schaukeln, Rutschen, Balancieren usw. geübt werden.
  • Nehmt euch vor, gemeinsam in der (nahen) Zukunft an einem Sponsorenlauf teilzunehmen. Erkläre dabei, welchem Zweck so ein Lauf dient.

5.3 Wahrnehmen

„Abwärts“ 

Wir kullern um die eigene Körperachse den Abhang hinunter. Unten angekommen bleiben wir eine Weile liegen und spüren nach. Wie fühlt sich das an? Ist die Welt wieder im Lot, wenn wir aufstehen?

„Aufwärts“

Wer schafft es, hangaufwärts einen Purzelbaum zu schlagen? Gar nicht so einfach, weil am Hügel unsere Beine immer nach unten klappen wollen …

– Eltern: Spiele unter freiem Himmel. URL:http://www.eltern.de/kleinkind/entwicklung/draussen-spielen.html [Stand: 2.11.2017]

Laut und leise, rauf und runter

Wahrnehmungs- und Bewegungsspiel zum Thema „Hören“

Die Teilnehmer liegen auf dem Boden und schließen die Augen bzw. tragen Augenbinden. Ein Teilnehmer bzw. der Spielleiter spielt leise Musik. Nach einer Weile wird die Musik lauter – das Zeichen für die übrigen Teilnehmer, langsam aufzustehen. Je lauter die Musik wird, desto mehr richten sich die Teilnehmer auf. Sobald alle stehen und sich zur Musik bewegen, wird die Musik nach und nach leiser, bis sie ganz verstummt und alle auf dem Boden liegen.

– Spiellotti – 1001 Spielideen für Gruppen: Laut und Leise, rauf und runter. URL: http://www.labbe.de/spielotti/index.asp?spielid=504 [Stand: 2.11.2017]

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5.1 Musizieren

Eine Klanggeschichte: Vom Korn zum Brot

Im Frühling sät der Bauer die Getreidesamen in die Erde. (Cymbeln)

Sie brauchen viel Regen (Schellen, Rasseln)


und Sonne zum Wachsen. (Glockenspiel)


Im Sommer ist das Getreide reif, (Triangel)


der Mähdrescher mäht es ab (Kettenrassel)


und füllt die Körner in die Säcke. (Rassel)


Der Bauer fährt die Kornsäcke mit dem Traktor zur Mühle, (Holzblocktrommel)


wo der Müller aus den Körnern Mehl macht. (auf der Trommel mit den Händen reiben)


Der Bäcker holt sich das Mehl aus der Mühle. (Xylophon/Schritte nachahmen)


Er mischt Mehl, Salz, Wasser und Germ zu einem Teig. (Kugel rollt in einem Tamburin)


Daraus werden Semmeln, Salzstangen, Mohnflesserl und Brot gemacht. Der Bäcker muss die ganze Nacht arbeiten, damit wir morgens frisches Brot und Gebäck haben. (Kugel rollt im Tamburin, dazwischen Schritte mit Xylophon einbauen).

– aus: Bader/Kovarovicz/Leitner/Scheuchl (1998): Tschimbum trara. 3. Auflage. Linz: Veritas Verlag

Statt der Orff-Instrumente kann auch der Körper oder andere Gegenstände benutzt werden, um passende Geräusche zu machen.

Lied: Was auf den Tisch kommt

Hörbeispiel: https://songselect.ccli.com/Songs/4997441/was-auf-den-tisch-kommt
Notenblatt als PDF-Download: https://www.gerth.de/index.php?id=details&sku=L02014

5.2 Erleben

Der Besuch eines landwirtschaftlichen Bauernhofes

Gehe doch mal mit deinem Kind zu einem Bauernhof, wo es nach Möglichkeit viel verschiedenes Gemüse und Obst gibt. Ich bin sicher, dort wird es jede Menge zu entdecken und bestaunen geben. Kauft dort im Hofladen einige Lebensmittel, welche du oder dein Kind vorher noch nie oder selten gegessen habt und probiert diese Zuhause.

Reise in ein fremdes Land

Warum nicht einmal eine kulinarische Reise nach Tansania (Afrika) machen? Koche ein landestypisches Gericht, z. B. Reis bzw. Maisbrei mit Bohnen oder Kochbananen in Tomatensauce.

Zum Essen setzt euch auf den Boden und esst gemeinsam mit den Händen von einem Teller.

Das wird sicher eine ganz neue Erfahrung sein. Nebenbei kannst du erklären, warum die Menschen in diesem Land so andere Essgewohnheiten haben.

Natürlich geht das auch mit einem anderen Land, deiner Kreativität sind keine Grenzen gesetzt.

5.3 Wahrnehmen

Kannst du es erkennen?

Verbinde deinem Kind die Augen bzw. sag ihm, dass es diese schließen soll, und gib ihm verschiedene Sachen zum Probieren, z. B. Früchte (Erdbeeren, Apfel, Mango, Zitrone), vielleicht aber auch ein paar ausgefallenere Dinge wie Ingwer und Sellerie. Kann dein Kind erraten, was es gerade probiert?

Man kann aber auch versuchen getrocknete Gewürze oder frische Kräuter aus dem Kräuterbeet erschnuppern zu lassen. So eine Geruchstour durch das Gewürzregal kann man schon mit den ganz Kleinen machen, indem man sie einfach mit auf eine Entdeckungstour in die Küche nimmt. Beachte dabei, dass es nie zu viele Gerüche auf einmal sind.

Wenn dir deine Kinder gern beim Kochen zuschauen, kannst du ihnen immer wieder erklären, welche Gewürze du gerade verwendest, sie schnuppern und kosten lassen. Das macht sie mit den einzelnen Geschmäckern und Gerüchen vertraut.

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5.1 Musizieren

Singe oft für oder mit deinem Kind fröhliche Lieder oder spiele ihm heitere Musik mit erbauenden Liedtexten vor (z. B. „Sei ein lebend’ger Fisch, schwimme doch gegen Strom“; „Fest und treu, wie Daniel“ usw.). Es gibt zahlreiche Untersuchungen darüber, dass Musik einen Einfluss auf unsere Gefühle und Stimmung hat.

Aristoteles sagte: „Wenn sich jemand negative Musik anhört, wird aus ihm eine negativere Person; umgekehrt wird er durch das Anhören positiver Musik eher zu einer positiveren Person werden.“

Tatsächlich kann Musik einen direkten Einfluss auf unser Gehirn und somit auf den Frontallappen haben. Dieser beeinflusst den Willen und die moralischen Wertvorstellungen sowie die Urteilsfähigkeit. (vgl. Neil Nedley, M.D.(2009): Depression – ein Ausweg. Oklahoma: Nedley Publishing Ardmore, S. 205, 207)

Liedvorschläge

  • „Sei ein lebend’ger Fisch“

Lieder aus Lilian Kovar/Yvonne Seidel u. a. (2008): Gott loben von Anfang an. Wien: Toplife Center:

  • „Ich freue mich, denn Gott liebt mich“
  • „Ich bin von innen, außen…“
  • „Wenn du glücklich bist…“

Musik „fühlen“

Du kannst dein Kind zu unterschiedlicher Musik (z. B. mit Buntstiften, Wachsmalkreiden) zeichnen lassen. Wie sieht das Bild aus, wenn die Musik fröhlich, traurig usw. ist?

Gib mit Rasseln einen Rhythmus vor. Wie klingt es, wenn die Musik fröhlich ist? Wie, wenn traurig? Wie, wenn wütend?

Bewegung

Bewegung ist wichtig für den Kreislauf und für das allgemeine Wohlbefinden. Ein gesunder Körper führt zu einem gesunden Geist. Bewege dich mit deinem Kind zu Gefühlen. Wie tanzt ein glückliches Kind (Bär, Känguru usw.) oder ein trauriges?

Wähle gezielt schöne Musikstücke und bewege dich mit dem Kind fröhlich im Kreis. Das können klassische fröhliche Musikstücke sein oder Kinderlieder mit schönen Textinhalten. Habe selber auch Freude daran und stecke dein Kind damit an!

z.B. Ringel, Ringel, Reihe

Ringel, Ringel, Reihe

Wir sind der Kinder dreie

wir sitzen unter’m Holderbusch

und machen alle husch, husch, husch.

So wird es gemacht: Stellt euch in einem Kreis auf und fasst euch an den Händen. Nun tanzt ihr im Kreis herum und bei „husch, husch, husch“ hocken sich alle ganz schnell hin.

– vgl. Labbé: Liederbaum. 600 Kinderlieder und Singspiele. URL: http://www.labbe.de/liederbaum/index.asp?themaid=30&titelid=675 [Stand: 13.07.2017]

Lied von den Gefühlen

http://stadt-der-stimmen.de/fileadmin/bilder/seiten/muki/texte/Lied_-_Das_Lied_der_Gefuehle.pdf

Das Lied mit dem Kind spielen und singen. Die Gefühle besprechen: Wann bist du traurig? Wann bist du glücklich? Wann bist du wütend? Was können wir dafür/dagegen tun?

5.2 Erleben

Mut macht stark!

Mache mit deinem Kind etwas, bei dem es seinen Mut zeigen kann. Gehe mit ihm zu einem besonderen Klettergerüst oder einem schönen Spielplatz. Ermutige es (nicht über seine Fähigkeiten, aber auch) mutig etwas mit dir gemeinsam auszuprobieren. Frage dein Kind, wie es sich dabei fühlt. Bleibst du positiv, kann es auch seine Erfahrungen mit positiven Gefühlen besetzen.

Das wollte ich schon immer machen!

Plant einen besonderen Ausflug, welchen dein Kind schon immer machen wollte. Erinnere dein Kind immer wieder an den bevorstehenden Ausflug und genieße die Vorfreude! Redet nach dem Ausflug noch oft darüber und erinnert euch an die schöne Zeit, die Gott euch geschenkt hat.

Was passiert im Krankenhaus?

Besuche mit deinem Kind ein Krankenhaus. Ideal ist es, wenn ihr sogar noch einen Krankenbesuch dabei machen könnt. Im Vordergrund steht aber dabei das Krankenhaus und seine Abläufe ein wenig kennenzulernen. Geht durch die verschiedenen Stationen und beobachtet. Wen seht ihr? Was seht ihr? Spielt zuhause nach, was ihr im Krankenhaus erlebt habt. Jeder darf dabei verschiedene Rollen übernehmen (Patient, Pfleger, Arzt, Angehöriger…). Nutzt Kuscheltiere und Puppen. Ergänze dies noch mit einem Gebet für die kranke Person, die ihr besucht habt oder andere kranke Personen, die ihr kennt. So kannst du deinem Kind helfen, die Angst vor einem Arzt- oder Krankenhausbesuch abzubauen und eine positive Einstellung gegenüber Dingen zu entwickeln, die zunächst negativ erscheinen.


5.3 Wahrnehmen

BeGreife es – Fühlbox

Befülle eine leere Schuhschachtel mit verschiedenen Gegenständen (z. B. Baustein, Ast, Murmel, Stofftierchen, Massageball, Stein, Tuch, Knete, usw.). Lass sie von deinem Kind beschreiben. Wie fühlt es sich an? Rau? Glatt? Hart? Weich? Fühlt es sich für dich gut an? Warum? Was magst du daran besonders? Welches würdest du gerne haben? Und warum?

Beim Schlafengehen

Viele Kinder plagen sich beim Einschlafen mit schlechten Gedanken und Träumen. Versuche die Gedanken deines Kindes in positive Bahnen zu lenken, indem ihr gemeinsam über etwas Schönes oder Lustiges nachdenkt, damit es dann gut träumen kann. Zum Beispiel so:

Dein Kind soll sich einen Paradiesvogel vorstellen. Welche Farbe hat er? Ist er alleine? Wer ist noch bei ihm? Wie sieht der andere aus? Mögen sich die beiden? Hatten sie Streit? Warum? usw.

Formen

Mit Salzteig (selber gemacht – Rezeptbeispiel unten angeführt) Figuren formen und damit Geschichten erzählen. Da gibt es vielleicht gute und böse Tiere. Was machen diese Tiere und wie könnte sich eine Figur fühlen, die ganz alleine sein muss? Kann man sie trösten? Wie könnte man sie denn trösten? Andachtsfiguren mit dem bunten Salzteig formen, entweder gleich spielen und neue Figuren formen oder auch im Ofen härten.

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5.1 Musizieren

Rhythmus klatschen

Klatscht den Rhythmus zum Daniel-Gedicht.

 

Nehmt eine bekannte Melodie und singt das Gedicht, z. B. in der Melodie von: „Ist ein Mann in den Brunnen gefallen“.

Musikstopp

Neil Nedley beschreibt in seinem Seminar „Musik & Das Gehirn“, wie moralisch erhebend und kognitiv fördernd klassische Musik von Mozart, Bach und/oder Händel ist.

Hört diese Musik und spielt Musikstopp: Die Musik läuft. Dein Kind bewegt sich während der Musik wie ein bestimmtes Tier: Schmetterling, Spinne, Elefant etc. Wenn die Musik stoppt, muss es in der Bewegung verharren, bis es weiter geht.

5.2 Erleben

Besucht eine Gärtnerei und schaut euch an, welche Lebensmittel dort wachsen, in welchem Stadium sie sich derzeit befinden und wie lange es noch dauert, bis sie geerntet werden können. Nimm jede Fragestellung deines Kindes ernst und versuche diese zu beantworten. Das Neue und Aufregende wird bei deinem Kind einen bleibenden Eindruck – auch im Gehirn – hinterlassen (s. auch unter Wahrnehmen).

5.3 Wahrnehmen

Sprecht darüber, was ihr hier seht, hört, riecht… usw.. Schließt die Augen für eine Minute und erzählt euch danach, was ihr in dieser Zeit alles wahrnehmen, hören oder riechen konntet. Erlebt den Gärtnereibesuch bewusst und denke daran, je mehr Freude dein Kind hier hat, umso mehr wird es sich von diesem Besuch merken, daraus lernen und neue Schlüsse ziehen.

Denke daran: Positive Gefühle verstärken das Erinnerungsvermögen. Haben wir bei einer Sache besonders viel Freude und Spaß, können wir uns die Situation und oft kleinste Details besser merken. Unser Gehirn hat so eine höhere Leistungsfähigkeit, die wir bei unseren Kindern fördern können!

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5.1 Musizieren

Bodypercussion

Mit dem Körper kann man viele Geräusche hervorbringen. Was fällt euch dazu ein? Seid kreativ!

Hier ein paar Anregungen, was ihr tun könnt: die Hände aneinander reiben, schnippen, stampfen, klatschen, schnalzen, auf die Brust klopfen, auf die Oberschenkel patschen, Luft aus den Wangen pressen…

Übt das gemeinsam und setzt dann ein paar Sequenzen zu einem Rhythmus zusammen.

Am besten machst du es mehrmals vor und lässt es dann wiederholen. Du kannst aber auch für die einzelnen Aktionen Kärtchen anfertigen, in einer beliebigen Reihenfolge anordnen und dann ausführen lassen.

Eine Vorlage findest du hier:

https://drive.google.com/file/d/0B3fMB73yUPAoelRyTTVmWmRSN2s/view

Bewegungslied

Singt gemeinsam ein Bewegungslied zum Thema Körper, zum Beispiel „Kopf und Schulter, Knie und Fuß“ und tippt dabei auf die benannten Körperteile. Während des Singens steigert ihr dann immer mehr die Geschwindigkeit. Das Lied gibt es übrigens auch auf Englisch.

Kopf und Schulter, Knie und Fuß, Knie und Fuß.

Kopf und Schulter, Knie und Fuß, Knie und Fuß.

Und Augen, Ohren, Nase, Mund.

Kopf und Schulter, Knie und Fuß, Knie und Fuß.

 

Hand und Finger, Daumen hoch, Daumen hoch.

Hand und Finger, Daumen hoch, Daumen hoch.

Beine, Rücken, Arme und Bauch.

Hand und Finger, Daumen hoch, Daumen hoch.

 

Hals und Schenkel, Kinn und Brust, Kinn und Brust.

Hals und Schenkel, Kinn und Brust, Kinn und Brust.

Achsel, Zähne, Taille und Stirn.

Hals und Schenkel, Kinn und Brust, Kinn und Brust.

– strisella: Körperteile Lied. URL: https://de.islcollective.com/resources/printables/worksheets_doc_docx/k%C3%B6rperteile_lied/bestimmter-und-unbestimmter/84018 [Stand: 06.01.2018]

Die Noten und den englischen Text findet ihr hier:

http://www.labbe.de/liederbaum/index.asp?themaid=22&titelid=557

5.2 Erleben

Meine Sinne

Wie viele Sinne habe ich? Sehen, hören, riechen, fühlen, schmecken.

Konzentriert euch jeweils auf einen Sinn. Dazu verbinde deinem Kind die Augen oder lass es diese schließen, denn der Sehsinn ist der einzige, den wir bewusst abschalten können.

 

  1. Hören: Papierrascheln, Murmeln rollen lassen, in einen Apfel beißen…
  2. Riechen: verschiedene Gewürze, Handcreme, frische Orangenschale, Essig
  3. Fühlen: Watte, Bohnen, Kieselsteine, Sand, Kastanie mit Schale, Schleifpapier, Federn; oder lauft einen Barfuß-Pfad entlang
  4. Schmecken: Honig, Ingwer, verschiedene Früchte, gesalzene Erdnüsse
  5. Sehen: Verändere oder entferne vier Dinge im Raum. Danach muss erkannt werden, was anders ist.

 

Dir werden die Augen verbunden und dein Kind muss dich führen und erzählen, was es sieht, sammelt auf einem Spaziergang Steine, Stöcke etc. und ordnet sie danach nach Form, Farbe…, oder legt damit Muster.

Malen ohne zu sehen

Verbinde deinem Kind die Augen. Dann lass es mit Wasserfarbe oder Stiften malen. Was wohl dabei herauskommt?

5.3 Wahrnehmen

Ausflug in ein Körper-Museum

Man meint oft, dass Museen etwas für ältere Kinder sind, aber es gibt auch schon Interessantes für die Jüngeren. So auch zum Thema Körper.

Hier ein paar Beispiele:

Erkundige dich, ob es vielleicht auch in deiner Umgebung eine Sonderaustellung zum Thema „Körper“ gibt!

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5.1 Musizieren

Bewegungslied

„Mein Gott ist so groß, so stark und so mächtig“

(Liederbuch: Alles jubelt alles singt. Das große Bilderliederbuch für die ganze Familie, SCM-Verlag GmbH & Co. KG)

Hörbeispiel: https://www.evangeliums.net/lieder/lied_mein_gott_ist_so_gross.html

Die Kinder können das Lied mit selbstausgedachten Bewegungen (Selbstwirksamkeit) oder mit Instrumenten begleiten.

5.2 Erleben

Einen Ausflug selbst organisieren

Unternehmt zusammen einen Ausflug. Um zu eurem Ziel zu gelangen, nehmt ihr öffentliche Verkehrsmittel. Das Kind soll so viel wie möglich selbst organisieren, natürlich mit eurer Hilfe. Wo fährt der Bus ab? Um wie viel Uhr? Bis wohin? Wo müssen wir aussteigen? Wie viel kostet es? Diese und andere Fragen müssen erörtert und im Vorfeld geklärt werden. Eventuell müssen Anrufe getätigt werden. Ziele bei diesem Ausflug sind verschiedene: Selbstwirksamkeit und Selbstvertrauen bei dem Kind zu fördern. Aber auch Gottvertrauen: vorher beten und Gott vertrauen, dass er Gelingen schenkt. Vertrauen in die Eltern, die beim Organisieren helfen. Aber auch Vertrauen in Fremde, z. B. den Busfahrer, zu üben. Diese Dinge können bei der Planung und Durchführung auch mit dem Kind verbalisiert und besprochen werden.

5.3 Wahrnehmen

Massage

Berührungen und Hautkontakt sind für eine gesunde Bindung zum Kind und damit für das Urvertrauen sehr wichtig. Nimm dir Zeit, dein Kind zu berühren. Das kann z. B. durch eine Massage sein. Achte darauf, dass der Raum und deine Hände schön warm sind. Du kannst Massageöl (auch Babyöl oder Olivenöl funktioniert) nehmen oder einen Igelball benutzen. Wenn du möchtest, kannst du auch ruhige Musik dazu auflegen. Dann mit dem Kind im Gespräch bleiben: Was gefällt dir? Was tut dir gut? Was möchtest du anders? Wichtig ist, wenn das Kind etwas nicht möchte, es dann auch bitte nicht zu machen. Dem Kind wird dadurch vermittelt, dass sein „Nein“ gilt und dass es auch das Recht hat, in solchen Dingen nein zu sagen.

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